Von der Unmöglichkeit, für deinen Säugling im Rhein Main Gebiet einen Krankenhaus-Platz zu bekommen (Skandal!)

Das kann doch nicht sein, oder? Dass du einen vier Monate alten Säugling mit einer Nierenbeckenentzündung hast, der fiebert, wimmert, das Antibiotikum erbricht und du beim verzweifelten Abtelefonieren der Kliniken nur das zu hören bekommst:

Uniklinik Frankfurt: Wir sind voll. 

Clementinen-Krankenhaus: Sorry, voll!

Höchst: Säugling zusammen mit Mutter? Leider kein Platz. 

112: Rufen Sie in Höchst an. Die haben noch Plätze frei. 

Hanau: voll. Darmstadt: voll. Offenbach: voll. …

Wir sind richtig in Panik geraten, unserer Kleinen ging es schlechter und schlechter. Irgendwann hat sich das Klinikum Rüsselsheim unserer erbarmt. Ich habe in Windeseile ein paar Klamotten in eine Tasche geschmissen, Kind in den Maxi Cosi und auf nach Rüsselsheim. 

Da sind wir nun und haben schon Untersuchungen hinter uns gebracht, bei denen ich geheult habe wie ein Schlosshund. Aber jetzt kann es nur noch bergauf gehen! Was bin ich dankbar für die moderne Medizin – finde es aber immer noch unfassbar, dass wir mit einem schwer kranken Säugling beinahe nirgends untergekommen wären. So etwas darf doch wirklich nicht sein!

Ein geiles Teil (3)

Tataaaaa! Ich präsentiere meinen ständigen Begleiter der vergangenen Wochen:


Gehört definitiv zu den Dingen, die das Leben mit kleinen Kindern erleichtern: ein Infrarot-Fieberthermometer. Einfach von einer Schläfe über die Stirn zur anderen Schläfe ziehen, fertig! Habe ich in letzter Zeit so häufig genutzt, dass es fast schon Bestandteil meiner Wickeltasche geworden ist. 😉

Jetzt können wir alle vom Fieber-Messen gar nicht genug bekommen. Was im Anbetracht des momentanen Viren-Winters natürlich traumhaft ist. Die 30 Euro haben sich echt mal gelohnt…

Noch mehr nützlichesEin geiles Teil (2)

😷 Was für ein Viren-Winter 😷

Oh Mann, dieser Blog verkommt zu einer einzigen Bakterien-Jammerei, aber was soll ich sagen: Wir waren 180 Jahre alle krank!

Ich hatte die komplette Woche nicht nur Säugling sondern auch die zweijährige zuhause. Montag sogar alle drei. Mittwoch hat’s mich dann selbst umgehauen. Schüttelfrost. 40 Fieber und mit allen drei Kindern allein zuhause. Ich bin auf allen Vieren durch die Wohnung gekrochen, habe die Großen vor die Kiste gesetzt, die Minuten gezählt, bis mein Mann endlich nach Hause kam – und dem lieben Gott gedankt, dass alle Kids so lieb waren. Eitrige Mandelentzündung stellte sich später heraus. Bitte bitte nie wieder!!!

Jetzt kann es nur noch bergauf gehen und demnächst werden auch wieder Viren-freie Beiträge hier erscheinen. „Ojalá“ würde der Spanier jetzt sagen – also in etwa „hoffen wir’s“!!!

Der Druck mit den Kinderkursen

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Der fünfjährige Torben aus dem Kindergarten: Jeden Dienstag hat er Hockey, Freitags holt ihn sein Papa zum Schwimmen ab. Oder Emma (2) und Moritz (4): Montags geht es mit der Mama zum Turnen für die Kleine, Mittwochs ist der Große dran.

In unserem neuen Kindergarten sind die Eltern echt engagiert und ich gebe zu: Das setzt mich irgendwie unter Druck und ich ertappe mich beim Hin- und Herüberlegen, wie ich das mit meinen Kindern künftig handhaben soll. Dabei hatte ich diesen Kinderkursen doch schon längst abgeschworen – was unter anderem mit ihren Uhrzeiten zusammenhängt.

Ich kriege jedes Mal die Krise, wenn ich sehe, wann die Frankfurter Sportvereine ihre Kurse anbieten. Kinderturnen für 1-3jährige: Dienstags 9.30 Uhr. Für Kinder von 3-5: Donnerstags 15 Uhr. Auch die Schwimmkurse: Immer schön am Vor- oder frühen Nachmittag (und das Krasse: trotzdem immer ausgebucht).

Wie soll das gehen, wenn man berufstätig ist? Bzw: Wie soll das gehen, wenn man mehrere Kinder hat – und auf diese Nachmittags alleine aufpasst?

Als unsere Kleine erst wenige Monate alt war, habe ich mir den Stress tatsächlich noch angetan und habe einen Turn- und einen Malkurs für meinen Sohn besucht. Die Kleine immer schunkelnderweise (und schwitzenderweise!) auf dem Arm. Irgendwann bin ich zu der Turnstunde nur noch jedes zweite Mal erschienen und am Ende überhaupt nicht mehr. Es war mir wumpe, dass ich ein halbes Jahr (für beide!) im Voraus bezahlt hatte. Es war einfach zu stressig: Nach der Arbeit schnell das eine, dann das andere Kind holen, um zu spät zum 16-Uhr-Kurs zu kommen – von dem man sich dann wünschte, er wäre gaaaanz schnell vorbei, weil man als Mutter sonst verhungert.

Bald habe ich noch ein Kind mehr – Kinderkurse unter der Woche sind also absolut passé. Und am Wochenende gibt es praktisch nix! Nix, wo man zB den Papa mit den beide Grossen hinschicken könnte, wo sie sich austoben könnten.

Oder ist das alles total übertrieben? Schließlich ist doch im Kindergarten am Montag immer Turnen und am Mittwoch kommt eine Musiktante ins Haus.

Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht 😳

Wie machen andere Mütter das nur?

Immer wieder faszinierend: Ich kaufe gebrauchtes Spielzeug z.B. bei eBay Kleinanzeigen (sagen wir die Tankstelle von Lego Duplo) und hole sie bei der verkaufenden Mama im Original-Karton ab. Alle 25 Steine tatsächlich noch drin.

Wie machen die das?

Bei uns geht sofort alles in der schier unendlichen Masse an Spielzeugen unter. Selbst wenn ich die Original-Kartons aufbewahre – irgendwann wird jedes Spielzeug bei uns zerlegt und landet in irgendwelchen Boxen. Ich bin ja schon froh, wenn es eine offizielle „Lego-Box“ ist und keine, die ich mal wohlwollend mit „Krimskrams“ beschriftet habe.

Ich müsste aufpassen wie ein Schiesshund, um alles akribisch auseinander zu halten. Und selbst das würde nicht alles retten. Gerade gestern habe ich dieses neue Stempel-Set gekauft.
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Gesehen bei meiner Freundin, bei der es auch nach Tagen noch top in Schuss war. Bei uns war es nach 10 Minuten nicht nur verdreckt, weil alle Farben wild miteinander verstempelt wurden – es fehlten auch schon zwei Stempelkissen. Dabei war keines der Kinder vom Tisch aufgestanden. Da war ich schon fast wieder ein bisschen beeindruckt 😉

Alles so heile, ordentlich und kategorisiert zu haben – das schafft man doch eigentlich nur als Helikopter-Spielzeug-Mama und nein, darauf habe ich einfach keinen Bock! Ich bin gefühlt eh schon permanent am Aufräumen, Wegwischen, Zusammenfegen, Aufsammeln, etc, damit es in der Wohnung halbwegs manierlich aussieht. Da kann ich doch nicht noch Legosteine thematisch auseinander halten!

Alle zwei, drei Monate packt es mich zwar mal – ich schütte alles auf einen Haufen und dividiere auseinander. Fische Puzzle-Teile aus der Playmobil-Kiste, füge die etlichen Teile des Holz-Schneide-Obsts endlich mal wieder zusammen, trenne Puppen von Spielzeug-Autos, … die kurze Halbwertzeit dieser Aktion jedoch permanent vor Augen.

Mittlerweile finde ich mich damit ab, dass bei uns einfach alles ein bisschen kuddelmuddeliger zugeht. Das fördert zwar nicht gerade den Wiederverkaufswert der Kindersachen, aber erspart doch jede Menge Stress – und davon hat man als Mama doch eh schon genug. 🌸

Zwei Wochen ohne Kinder

Auch wenn das jetzt nach Rabenmutti klingt: Das Leben ohne Kids ist ja so easy!

* du kannst morgens eine Stunde länger schlafen – musst ja nur dich selbst fertigmachen.
* du kannst ungeniert die schlimmsten Sachen essen: Nutella zum Frühstück, Chips und Eis zwischendurch – ohne dich dabei in der Wohnung zu verstecken!
* du kommst von der Arbeit nach Hause: Glotze an. geil!
* ein Liter Milch reicht für eine ganze Woche (und nicht nur für einen Tag)
* du kannst jeden Abend essen gehen, bist also praktisch nie da –> nix mit 1x täglich Geschirrspüler ein- und ausräumen, Putzfrau könnte eigentlich abbestellt werden.
* Sicherheitsvorkehrungen: wumpe! Balkontür und Fenster bleiben sperrangelweit offen stehen, die Messer kommen schlicht in die normale Besteckschublade, bei der Waschmaschine muss nicht die Sperrtaste bedient werden, der Fön bleibt in der Steckdose…. Kleinigkeiten, die mir grade extrem auffallen!
* du kannst telefonieren – ohne 10x zu unterbrechen, weil jemand fällt / sich stößt/ spielen will / den anderen ärgert / Pfeffer isst / …
* du hast endlich Zeit, die Fotoalben der letzten Jahre zu machen. Und dir die ganzen Videos anzugucken – bei denen du vor lauter Sehnsucht natürlich mega mäßig plärrst 😉

Waterboarding (oder auch: Haare waschen)

Es ist bei uns der absolute Wahnsinn: Es wird geschrien, in Panik aus der Wanne gestiegen, an mir festgeklammert, als gäbe es kein Morgen.

Vor allem unsere Kleine macht jedes Mal ein Drama und lässt sich auf nix ein. Ich rede mit Engelszungen auf sie ein, halte Traubenzucker oder Tictacs parat – während die reingeschaufelt werden, kann ich zumindest noch das Shampoo verteilen. Aber am Ende nützt es nix, da hilft nur ein Becher, der überm Kopf ausgekippt wird. Oder die Brause.

Ein Gejapse. Ein Gebrüll! Ich fühle mich wie ein mieser CIA- Agent, der seine Kinder waterbordet. Kein Wunder also, dass ich manchmal zwei Wochen vergehen lasse, bis ich mir das Haarwasch-Drama wieder antue. Jetzt wäre eigentlich wieder höchste Zeit… Naja, vielleicht morgen… oder übermorgen 😉

Was tut man nicht alles…

… damit die Kids morgens länger pennen:

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Bei uns in der Wohnung hallt es wie Sau – wenn ich morgens um halb 6 aufstehe, darf ich mich praktisch nicht bewegen, weil sie davon schon aufwachen. Blöd: Unsere Kaffeemaschine rattert wie verrückt. Kaum ist der Knopp gedrückt, hör ich schon ein „Mamaaaaaaa?!?“ Also hab ich sie geschnappt und ins Bad gestellt. Sieht Scheisse aus – aber Duschen und Kaffee trinken hat auch was für sich 😉