Au Pair-Abschied 😢🙋🏻‍♀️🇭🇳

(Geschenkpapier bitte ignorieren 😬)

Schluchz! Heul! Jetzt ist es soweit: Das Au Pair-Jahr von Nicole aus Honduras ist vorbei, sie muss zurück in ihre Heimat. Sie war unser drittes Au Pair-Mädchen und sie war ein absoluter Volltreffer. Ultra entspannt, zuverlässig, lieb, freundlich, immer fröhlich. Da kann man sich als chronisch gestresste Muddi echt noch was abgucken!

An das Au Pair-Mädchen vor Nicole können sich die Kids kaum noch erinnern. Sie hat in ihrem Jahr bei uns kaum eine emotionale Verbindung aufgebaut und ist damals gegangen, ohne den Kindern Tschüß zu sagen (für mich immer noch unerklärlich)…

Bei Nicole war alles anders. Die Kids haben sie geliebt. Sobald meine kleine Tochter sauer war, hat sie nach „Nicoooooooole“ gerufen und in den Nächten vor ihrem Abschied sind viele viele Tränen geflossen.

Wir werden sie sehr vermissen und freuen uns riesig, wenn sie wieder nach Deutschland bzw. vielleicht sogar Frankfurt kommt! ❤️

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Fliegen – darf man das eigentlich noch?

Wir waren gerade zwei Wochen auf Mallorca – es war super, aber das schlechte Gewissen saß mir ständig auf der Schulter:

CO2, Klimawandel, usw. Ich habe kurz vor dem Urlaub eine Sendung über Fridays for Future moderiert (seht ihr hier) und, verdammt, die Protestierenden haben recht! Wir versauen unser Klima, die Zukunft unserer Kinder.

Fliegen ist der schlimmste Klimakiller. Du kannst noch so viel im Unverpackt-Laden einkaufen, auf dein Auto verzichten, Zigarettenstummel vom Boden aufsammeln – ein Flug nach New York vermasselt die Klimabilanz eines ganzen Lebens. Wie gruselig, dann habe ich bestimmt schon 20 davon auf dem Gewissen. Wir gleichen zwar immer mit Klimaprojekten ala atmosfair aus, aber mal ehrlich, so richtig reinwaschen kann man sich doch damit auch nicht.

Um nicht depri zu werden, buche ich nach dem letzten Urlaub gleich den nächsten. So am Liebsten auch jetzt. Ostern 2019, noch mal auf die Kanaren wäre top. Nur so halb Hochsaison, gutes Wetter, wir könnten dort den nächsten Schwimmkurs machen, der uns auf Mallorca in kurzer Zeit zum Seepferdchen befördert hat. Aber: Das wäre NOCH ein Flug, einmal mehr Treibhausgase, die uns im Juni schon unerträgliche Temperaturen beschert haben. Oder will noch irgendjemand behaupten, dass das nichts mit dem Klimawandel zu tun hat??? I hope not!!!

Seit ein paar Wochen habe ich eine ganz schlimme „Klimabrille“ auf – ach, du fliegst diese Sommerferien nach Sizilien? Nach Thailand sogar??? AUSTRALIEN???? Nicht dein Ernst!!! Du weisst, aber schon, dass….. nerv nerv obernerv.

Es ist wahrscheinlich auch deshalb so schwierig, weil fliegen bzw. nicht-fliegen eine so direkte Auswirkung auf unser aller Leben hat. Dann eben keine Sonnengarantie auf Ibiza, sondern großes Vabanquespiel an der Ostsee (wo, darf ich als gebürtige Kielerin sagen, echt häufig mieses Wetter ist). Kein Pool in Südfrankreich, dafür Hallenbad im Center Park. Keine Fernreisen an die wundervollsten Orte… Neuseeland, Bali, Laos, Costa Rica, USA,… all das könnte man sich nicht mehr angucken, wenn man’s konsequent macht.

Ich befinde mich gerade noch im „Findungsmodus“ was diese Thematik betrifft. Aber eigentlich muss man sich ja nur die eine, etwas theatralische Frage stellen. Was ist deinen Kindern wichtiger: ein toller Urlaub oder eine Erde, auf der es sich noch leben lässt?