Ok, das Foto ist vom Wochenende (Ostpark) – der Schnee heute ist nun mal einfach nicht liegen geblieben 😉
Frankfurt
Wenn du Banker in Badehosen siehst
… die auch noch die ganze Zeit „ohhhhh, bist du müüüüüüde?!“ sagen, dann weißt du: Du bist beim Babyschwimmen in Frankfurt! 🙂
zB bei der FTG Frankfurt
Ich glaub, das lohnt sich
Zumindest war ich von zwei Tagen schon zwei Mal da 😉
Zum Weihnachtsfest gibt’s diesmal: keinen Kindergarten-Platz!
Ja, ich wollte mich einschleimen, als ich mir letzte Woche zwei Kindergärten angeguckt habe. Hat aber nichts genützt, ein Besuch war frustrierender als der andere:
1) Super schöner Kindergarten bei uns um die Ecke. Der Leiter macht mir von Anfang an keine Hoffnung: Mein Sohn ist ein Novemberkind (Chancen gering), wir gehören nicht zum direkten Einzugsgebiet (Chancen = null) und dann zeigt er mir noch seine Horror-Mappe: Auf 14 freie Plätze im nächsten Jahr kommen 150 Bewerbungen (gibt es Chancen im Minusbereich?!?)!
2) Einrichtung bei uns direkt gegenüber. Mehrere Eltern sind zum Besichtigungstermin gekommen.
Leiterin: „Sie waren doch schon mal hier!“
Ich: „Ja, vor zwei Jahren. Da ging es mir um einen Kitaplatz, jetzt um den Kindergarten.“
Sie (guckt erstaunt): „Kindergartenplätze haben wir gar nicht.“
Ich: „Wieso haben sie mich dann überhaupt eingeladen?“
Sie (zeigt auf mein Baby): „Na, Sie haben doch ein kleines Kind!“
Ich: „Ja, aber für die habe ich schon einen Platz bei der Tagesmutter.“
Sie: „Kindergartenplätze haben wir nicht.“
Ich: „Aber draußen steht doch: ‚eine Gruppe bis sechs Jahre‘.“
Sie: „Ja, aber da wird nichts frei.“
Ich: „Dann kann ich jetzt wohl wieder gehen.“
Sie: „Ja, tut mir leid.“
Ich: „Tschüss.“
Sie: „Tschüss.“
Der perfekte Weihnachtsmarkt für Mamas
Ist der am Frankfurter Goetheturm! Das Kinderkarussell ist zwar der reinste Wucher (2 Euro für gefühlte 60 Sekunden in einem klapprigen Minikarussel), aber die Vorteile überwiegen:
* Du kannst deinen Kinderwagen mitnehmen, ohne gelyncht zu werden, denn es gibt richtig viel Platz! Für einen Weihnachtsmarkt doch der absolute Wahnsinn, oder?!
* Du kannst deine Kinder nicht verlieren, denn hier ist es klein und kuschelig. Etwa zehn Stände mit allem, was man auf einem Weihnachtsmarkt braucht.
* Du kriegst dich und deine Kinder satt zB mit Reibekuchen und Apfelmus. Sehr lecker auch direkt am Anfang die heiße Zitrone (für alle Schwangeren und stillenden Mamas).
* Last minute x-mas-shopping! Es gibt Schmuck, Deko, Keramik, Kerzenständer,…
* Du kannst deine Kinder easy bei Laune halten: Wer Krösus ist, dreht ne Dauerschleife im Karussell. Bei Helligkeit gibt’s den großen Waldspielplatz direkt daneben. Oder ihr guckt euch einfach den tollen Kerzen-Park an (so wie wir):
Wirklich mein liebster Weihnachtsmarkt!
Weihnachtsmarkt mit Kleinkind und Baby
Sieht (dummerweise auch noch abends) so aus: Der eine nimmt das Kleinkind auf die Schultern, der andere bleibt mit Baby im Kinderwagen am Rande des Weihnachtsmarktes stehen und fühlt sich wie (Zitat eines Bekannten:) „Lord Kacke.“ Allerdings nicht so lang wie befürchtet, denn das Kleinkind hat so wenig Bock, dass nach drei Minuten abgebrochen wird. Es lebe der Frankfurter Weihnachtsmarkt!
Don’t trust the hype
Ich frage mich wirklich, wie manche Cafés an die Auszeichnung „familienfreundlich“ kommen. Beispiel „Schiffer Café“ in Sachsenhausen. Mag ich sehr, Bedienung super nett, gefühlt schon 100 Kaffee hier getrunken.
Aber warum wird es so häufig als „Familiencafé“ angeführt? Es gibt keine Wickelplatte (geht gar nicht!) und nur einen einzigen Kinderstuhl. Gut, direkt gegenüber liegt ein großer Spielplatz und neben der Tür stehen ein paar Spielsachen. Aber die sind schon ziemlich abgeranzt. Ich fürchte, in Frankfurt sind wir einfach total entwöhnt, was Familien- und Kindercafés betrifft
Ochsentour Kindergarten
Das habe ich inzwischen bitter gelernt: Für einen Kindergartenplatz in Frankfurt muss man bereit sein, ein Stück seiner Würde abzugeben.
Man muss Klinken putzen. Hinterhertelefonieren. Per Mail nachhaken. Andere Mamas ausbooten. Nochmals betonen, dass dieses Kita-Konzept das allerbeste sei. Und dass man natürlich gerne dazu bereit ist, sich im Kindergarten kräftig zu engagieren… Fürchterlich. Besichtigungstermine arten plötzlich zu reinsten Schleim-Veranstaltungen aus (siehe hier) und ich kenne Mamas, die sogar „Bewerbungen“ (mit Foto!) in Kindergärten abgegeben haben.
Ein Jahr noch, dann ist die Häselbacke drei – und wie sagte mir eine Kita-Leiterin gestern: „Novemberkind und Ganztagsplatz – da sind Ihre Chancen gleich null.“
Dank dieser Motivationsspritze habe ich nun also auch die Kindergarten-Ochsentour begonnen. An meine Wunsch-Kindergärten habe ich nochmal eine Email geschickt, angerufen, um Besichtigungstermine gebeten. Und dabei entdeckt, dass eine Einrichtung gestern für zwei Stunden „Open House“ hatte. Ich bin sofort hingedackelt und musste mich vor Ort arg zusammenreißen. Ich wurde nämlich von der demotiviertesten Mitarbeiterin der Welt durch die Kita „geführt“. Besser gesagt: Sie hat mir einen Raum gezeigt mit der überaus interessanten Information: „Das ist der Gruppenraum.“ Punkt. Sie hat original NICHTS erzählt, ich musste ihr ALLES aus der Nase ziehen, und es war mehr als offensichtlich, dass es zwischen uns nicht auf eine tiefe Freundschaft hinauslaufen würde.
Weil das Anmeldeformular im Internet ein bisschen kryptisch ist, wollte ich noch fragen, ob unsere Anmeldung überhaupt angekommen sei? Könne sie nicht nachgucken, sie müsse jetzt weg, gab mir aber noch einen super Tipp: „Einfach nochmal bewerben.“
In mir tobte ein Kampf zwischen Kopf und Bauch. Bauch: „Frag sie, ob es nur so aussieht oder ob sie wirklich keinen Bock auf dich hat!!!“ Kopf: „Willst du einen Kindergartenplatz oder nicht?!?“
Der Kopf hat gewonnen. Aber ein bescheuertes Gefühl hatte ich trotzdem. Echt nervig, die Kindergarten-Suche in Frankfurt!
Und Frankfurt ist irgendwie doch ein Dorf
Das ist mir wieder mal aufgefallen, als mein Kleiner einen ganz bestimmten Mann fast umlief und ihn auch noch „Papa“ nannte. Heribert Bruchhagen (für alle Nicht-Fußball-Freunde: Der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt). Der guckte ganz lieb und sagte noch: „Ich bin nicht dein Papa.“ Mir ist irgendwie kein cooler Spruch eingefallen… und so hab ich nur blöd gegrinst
Die Fischköppe waren da!
„Wetten, gleich klingelt der Nachbar und beschwert sich?!“ Das ist mir diese Woche gleich mehrmals durch den Kopf geschossen. Denn so ein Gekreische gab’s bei uns noch nie: Meine große Schwester aus Hamburg und ihre zwei Kinder (10 Monate und vier Jahre alt) waren zu Besuch.
Schon Tage vorher hatte uns vor allem eines beschäftigt: das Wetter! 😉 Von drei vollen Tagen sollte es laut App an zweien regnen! Was dann mit den Kiddis unternehmen?! In unserer winzigen Wohnung laufen die nachher noch Amok! Glücklicherweise ist so ein kleines Frankfurter Schäuerchen nicht mit Hamburger Dauerregen zu vergleichen ( 😉 ) und so sind wir bei unseren zahlreichen Aktivitäten absolut trocken geblieben: Sei es im Zoo oder auf den vielen Spielplätzen, die wir besucht haben.
Insgesamt war es eine schöne Zeit mit vielen bewegenden Momenten und einer lesson learned: 2 Erwachsene + 4 Kleinkinder = keine tiefgehenden Gespräche möglich. Sobald ein Kind verstummte, meldete sich das nächste. Schlafen, essen, usw. in fast vier unterschiedlichen Rhythmen. Das schlaucht! Und so haben wir abends einfach nur alle Viere von uns gestreckt und sind tot ins Bett gefallen.
Auch ist mein Rücken jetzt sowas von im Eimer! Das kleine Bebel ist einfach viel zu schwer, um es noch ständig in der Trage herumzuschleppen (ein Zweierkinderwagen ist über Ebay-Kleinanzeigen schon gekauft). Heute morgen war ich so verkrampft, dass ich es fast nicht geschafft hätte, ihr eine Hose anzuziehen. Wunderbarerweise hat mich meine Schwester noch mal durchgeknetet, bevor es für sie zurück in den Norden ging. Zum Glück fuhr der Zug überhaupt (Lokführerstreik! Mit zwei kleinen Kindern besonders gut zu gebrauchen!).
Jetzt herrscht bei uns in der Wohnung eine gespenstische Stille – nur unterbrochen vom Schnurgeln meines Babys und von meinem Schniefen. Mein Sohn hat mich angesteckt…. 😷
Herbst in Frankfurt
Soooo schön! Im Waldspielpark Scheerwald.
Es lebe die Großstadt!
Natürlich denken auch wir immer mal wieder darüber nach, etwas weiter rauszuziehen, Stichwort „Haus mit Garten“. Aber: Hier in der City ist es einfach genial, so kurze Wege zu haben! Kind(er) in den Kinderwagen und los geht’s!
Ich bin in zwei Minuten im dm – und in fünf Minuten im nächsten dm (wenn man da eh jeden Tag hindackelt, holt man sich so wenigstens minimale Abwechslung 😉 ). In einer Minute bin ich im Aldi, in drei Minuten im Rewe. Fünf Minuten brauche ich zu meinem Rückbildungskurs, zehn Fuß-Minuten sind’s zum Yoga. Ich laufe zwei Minuten zum Bus und zur Straßenbahn, drei Minuten zur S-Bahn. Und in punkto Essen: Direkt gegenüber ist ein Café (das Babyphone reicht sogar bis hier!), Frankfurter Küche, Italiener, Libanese, Thai,… alles da in drei pupsigen Minuten. Für mich als Koch-Nulpe ein Traum! Auch der Kinderarzt ist fussläufig erreichbar, Klamotten-Geschäfte ebenfalls, und auch wenn ich da schon eeeeewig nicht mehr drin war: Wir haben sogar ein kleines Kino direkt ums Eck! Wer braucht schon ein Haus mit Garten?!?! 😉
Frankfurter Rarität
Ist doch eigentlich ein Traum für uns Muttis: Milchkaffee schlürfen, Pläuschchen halten und den Kindern beim Spielen zugucken (ein bisschen Klischee, aber auch ein bisschen wahr 😉 ). Umso erstaunlicher, dass es in Frankfurt nur sehr wenige Spielecafés gibt. Eines davon ist das Zebulon in Bockenheim. Hier gibt’s einen sehr coolen offenen Spielraum (siehe unten) mit einer riesigen Rutsche.
Bei Regen herrscht zwar leider ordentlich Ölsardinen-Feeling, so voll und eng ist es dann. Aber grundsätzlich ein netter Laden: Die Besitzerin ist sehr freundlich, der Kuchen ist lecker und: Ich habe hier kürzlich meinen ersten „Mothers‘ fight“ erlebt: Ein Mutter-Tochter-Gespann hatte in einer Ecke allerlei Spielzeug gebunkert. Als sie weggingen, schnappte sich eine andere Mutter, meiner Meinung nach völlig berechtigt, eine Puppe davon. Das Mädchen sah das, plärrte und ihre Mutter wollte die Puppe wiederhaben. Die andere Mutter meinte nur: „Es sah so aus, als wolltet ihr gerade gehen! Außerdem könnt Ihr hier nicht das ganze Spielzeug horten.“ Da regte sich die andere Mutter auf wie verrückt und es hab eine herrliche Keiferei. Das Zebulon ist jeden Fall ein Erlebnis! 😉






