Frankfurts Wasserspielplätze: Warum sind sie (gefühlt) immer kaputt?!?

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Eigentlich sind sie ja wirklich sensationell: Die vielen Wasserspielplätze, die wir in Frankfurt haben. Wasserbecken, Sprühfelder, Eintritt frei! Also eine super Möglichkeit für alle Familien, eine schöne Zeit zu haben. Dort ist sehr viel Multi Kulti – I’m lovin‘ it!

Problem: Die Wasserspiele haben total undurchsichtige Laufzeiten und die stimmen dann meist noch nicht mal. Im Netz erhält man null aktuelle Information, erst vor Ort gibt’s lange Gesichter. Am Wochenende zB waren wir am Goetheturm: Becken wider Erwarten nicht in Betrieb. Grrrrr!

Oder, noch schlimmer, heute: Frankfurt schwitzt bei über 30 Grad, ich gebe es mir im zehnten Monat nochmal richtig, verfrachte Kids, Laufräder und Taschen ins Auto und fahre nach Oberrad zum Sprühfeld Scheerwald. Laut Internet müsste die Anlage in Betrieb sein. Nach schweißtreibendem Geschleppe durch den Wald und mindestens drei Mückenstichen muss ich feststellen: Hier läuft gar nichts. Weil auch kein Lüftchen weht, beschließe ich, es noch mal in Niederrad beim Waldspielpark Luisa zu versuchen. Also großes Geschleppe zurück zum Auto, mittlerweile sogar noch das Laufrad der Kleinen auf der Schulter.

20 Minuten Autofahrt später muss ich entsetzt feststellen: Auch hier ist der Wasserspielplatz NICHT in Betrieb. Ahhhhhhh!!! Leute, dann schreibt es doch wenigstens auf Eure Homepage – und zwar deutlich. Die Seite rund um die Wasserspielplätze ist ein mediales Fiasko, bis man sich da mal durchgeklickt hat!

Also: Wasserspielplätze = Traum, aber die Informationspolitik muss dringend verbessert werden!

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Zum Weihnachtsfest gibt’s diesmal: keinen Kindergarten-Platz!

Ja, ich wollte mich einschleimen, als ich mir letzte Woche zwei Kindergärten angeguckt habe. Hat aber nichts genützt, ein Besuch war frustrierender als der andere:

1) Super schöner Kindergarten bei uns um die Ecke. Der Leiter macht mir von Anfang an keine Hoffnung: Mein Sohn ist ein Novemberkind (Chancen gering), wir gehören nicht zum direkten Einzugsgebiet (Chancen = null) und dann zeigt er mir noch seine Horror-Mappe: Auf 14 freie Plätze im nächsten Jahr kommen 150 Bewerbungen (gibt es Chancen im Minusbereich?!?)!

2) Einrichtung bei uns direkt gegenüber. Mehrere Eltern sind zum Besichtigungstermin gekommen.
Leiterin: „Sie waren doch schon mal hier!“
Ich: „Ja, vor zwei Jahren. Da ging es mir um einen Kitaplatz, jetzt um den Kindergarten.“
Sie (guckt erstaunt): „Kindergartenplätze haben wir gar nicht.“
Ich: „Wieso haben sie mich dann überhaupt eingeladen?“
Sie (zeigt auf mein Baby): „Na, Sie haben doch ein kleines Kind!“
Ich: „Ja, aber für die habe ich schon einen Platz bei der Tagesmutter.“
Sie: „Kindergartenplätze haben wir nicht.“
Ich: „Aber draußen steht doch: ‚eine Gruppe bis sechs Jahre‘.“
Sie: „Ja, aber da wird nichts frei.“
Ich: „Dann kann ich jetzt wohl wieder gehen.“
Sie: „Ja, tut mir leid.“
Ich: „Tschüss.“
Sie: „Tschüss.“

:-/ :-/ :-/

Ochsentour Kindergarten

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Hausfrauen-Frust

Ich gebe zu: Wenn ich in Elternzeit bin, lege ich eine gewisse „Grund-Gereiztheit“ an den Tag. Ich bin nämlich leider ein Typ, der ständig greifbare Erfolge braucht. Dinge, die man geleistet hat und die man dann mit einem großen Glücksgefühl von der To Do-Liste streichen kann: Sport machen, Sachen kaufen, Termine machen, wichtige (berufliche) Gespräche, Wohnung aufräumen, Möbel hin- und herschieben, irgendwas wegsortieren, … also alles, was man nachher sieht oder zumindest spürt (siehe Sport).

Als Hausmutti hat man das alles einfach nicht! Sieht ja keiner, dass man erst das eine Kind gewickelt hat und dann das andere und dann schon wieder das erste (und man es im Extremfall auch gleich baden muss, was übrigens auch keiner sieht). 

Merkt ja keiner, dass man alles, was vom Mittagessen auf dem Boden gelandet ist, auf Knien wieder weggeputzt hat. Fällt leider auch nicht besonders auf, dass man dringend noch mal das ganze Wohnzimmer gesaugt hat, weil der halbe Spielplatz sich plötzlich darin befand. Und dass man auf eben diesem Spielplatz den ganzen Vormittag verbracht hat, den kreischenden Säugling vor sich herschleppte, Fußball spielte, sich mit Kreide die Hose versaute,… landet leider auch nicht in den Annalen des Alltags. 

Ja und sowas wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine ausräumen fällt mit zwei Kindern sowieso nicht mehr auf, weil kurze Zeit später beide Maschinen wieder voll sind und somit ratz fatz in ihren Ursprungs-Zustand zurückversetzt.
Am Schlimmsten finde ich aber, dass ich das Stillen nicht als „greifbaren Erfolg“ verbuchen kann. Da hockt man auf den Tag gerechnet mindestens zwei bis drei Stunden auf der Couch, investiert also wirklich meeeega viel Zeit, tut dabei auch noch etwas Gutes, würde es aber niemals auf die To Do-Liste setzen.

Obwohl man sich also den Arsch aufreißt, hat man (bzw. ich) ständig das Gefühl, nichts zu leisten! Als mein Freund dann auch noch einen (eigentlich semi-schlimmen) Kommentar zu unserer Wäschesituation losließ (der Berg mit frisch gewaschener Wäsche wurde immer höher, die Schränke der Kinder immer leerer, so dass man sich erst durch einen riesigen Wäschewust wühlen musste, bis man zB eine Hose fand), bin ich gleich abgegangen wie eine Rakete. Denn genau das, Wäsche wegräumen, eventuell ja doch ein Fall für die To Do-Liste, hatte ich vor lauter Stress in den vergangenen Tagen nicht geschafft :-/