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Krank? Stay home please!

Da werde ich echt knatschig: Wenn Eltern ihre erkälteten Kinder in unsere Spielgruppe bringen. Wenn die uns anstecken, kann ich einpacken.

Dann werde ich jede Stunde nachts wach gemacht, und die Laune der Kids wird unterirdisch. Es wird also nicht nur geschnieft und gehustet, sondern auch noch Essen verweigert, gemotzt, geplärrt, gebrüllt. Nach so einer Kinder-Erkältung bin ich fix und fertig.

Darum war ich diese Woche schon kurz davor, aufzustehen und zu gehen, als ein Kind in unserer Spielgruppe keuchte wie verrückt (und dann noch Tücher ansabberte, die sich später die anderen Kinder schnappen). Ein anderes Mal schleppte ein Vater sein offenkundig total krankes Kind an. Das lag irgendwann nur noch mit rotem Kopf auf einer Matte und starrte an die Decke. Ich habe damals nichts gesagt. Aber mittlerweile bin ich soweit, dass ich eine kleinen Aufstand machen würde.

Natürlich kann man seine kranken Kinder nicht nur zuhause hocken lassen. Und bei einer laufenden Nase sag ich gar nichts. Die kommt ja ständig vor. Aber wenn eine Erkältung schon weit darüber hinausgeht, dann bitte nicht in einen kleinen Raum mit vielen Kindern schleppen – vor allem, wenn es nicht sein muss! Spielgruppe, Hallo!!! Nur damit das eine Kind eine Stunde Abwechslung hat, müssen ganze Familien tagelang leiden!!!

Siehe auch: Ein geiles Teil!

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Was macht man mit Kindern im Winter?

Dieses Problem war mir gar nicht so bewusst, aber die Wintermonate sind mit kleinen Kindern ja total ätzend! Spielplatz ist nicht. Zu kalt, ab 16 Uhr dunkel und im Moment auch noch nass. Um nicht zum zehnten Mal das gleiche Puzzel zu puzzeln, bin ich darum diese Woche mit Bus und Straßenbahn einem Winterspielplatz am Zoo gefahren.

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Manko 1: Der hat nur einen Nachmittag in der Woche auf. Manko 2: Als wir ankamen, war er mit 35 Kindern leider schon voll! Aaaarg!!!

Ok, dann halt Zoo, dachte ich mir, ist ja erst kurz nach vier. Ich schiebe die Kinder rein und erblickere: gähnende Leere, denn im Winter ist da schon um 17 Uhr Feierabend, 16.30 Uhr schließen die Häuser. Buuuuuuhh!!! Netterweise durfte ich nochmal schnell für lau rein. Einmal Löwen von hinten geguckt und Gibbon von vorne und schon, dingdong, musste wir wieder raus.

Also wieder nach Hause und wieder das gleiche Puzzel puzzeln… :-/

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Zum Weihnachtsfest gibt’s diesmal: keinen Kindergarten-Platz!

Ja, ich wollte mich einschleimen, als ich mir letzte Woche zwei Kindergärten angeguckt habe. Hat aber nichts genützt, ein Besuch war frustrierender als der andere:

1) Super schöner Kindergarten bei uns um die Ecke. Der Leiter macht mir von Anfang an keine Hoffnung: Mein Sohn ist ein Novemberkind (Chancen gering), wir gehören nicht zum direkten Einzugsgebiet (Chancen = null) und dann zeigt er mir noch seine Horror-Mappe: Auf 14 freie Plätze im nächsten Jahr kommen 150 Bewerbungen (gibt es Chancen im Minusbereich?!?)!

2) Einrichtung bei uns direkt gegenüber. Mehrere Eltern sind zum Besichtigungstermin gekommen.
Leiterin: „Sie waren doch schon mal hier!“
Ich: „Ja, vor zwei Jahren. Da ging es mir um einen Kitaplatz, jetzt um den Kindergarten.“
Sie (guckt erstaunt): „Kindergartenplätze haben wir gar nicht.“
Ich: „Wieso haben sie mich dann überhaupt eingeladen?“
Sie (zeigt auf mein Baby): „Na, Sie haben doch ein kleines Kind!“
Ich: „Ja, aber für die habe ich schon einen Platz bei der Tagesmutter.“
Sie: „Kindergartenplätze haben wir nicht.“
Ich: „Aber draußen steht doch: ‚eine Gruppe bis sechs Jahre‘.“
Sie: „Ja, aber da wird nichts frei.“
Ich: „Dann kann ich jetzt wohl wieder gehen.“
Sie: „Ja, tut mir leid.“
Ich: „Tschüss.“
Sie: „Tschüss.“

:-/ :-/ :-/

Ochsentour Kindergarten

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Mamas können so grausam sein…

Was für ein fürchterlicher Spruch von einer Mutter (erfahren von meinem persönlichen Hamburg-Spion in Form meiner großen Schwester):

Eine Musikschule für Kleinkinder im Hamburger Nobelstadtteil Rotherbaum. Die Mamas unterhalten sich über Kindergärten. Sagt eine: „Den werd ich mir ganz genau aussuchen. Ich will da ja nicht die ganzen ‚L.O.G.G.‘-Kinder haben.“ (Marke von h&m) Und dann fügt sie noch hinzu: „Leider Ohne Geld Geboren.“

Ist das nicht grausam?!?

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Weihnachtsmarkt mit Kleinkind und Baby

Sieht (dummerweise auch noch abends) so aus: Der eine nimmt das Kleinkind auf die Schultern, der andere bleibt mit Baby im Kinderwagen am Rande des Weihnachtsmarktes stehen und fühlt sich wie (Zitat eines Bekannten:) „Lord Kacke.“ Allerdings nicht so lang wie befürchtet, denn das Kleinkind hat so wenig Bock, dass nach drei Minuten abgebrochen wird. Es lebe der Frankfurter Weihnachtsmarkt!

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Urlaubsstory: Hallo Asi-Papa!

Sorry, anders kann man den Typen im Flieger nicht beschreiben!

Auf dem Weg zurück nach Frankfurt: Vor uns eine Familie mit drei kleinen Kindern (1, 3 und 6). Die Mama, ein zartes Persönchen, musste während des Fluges ALLES machen. Sie saß mit den Kindern in einer Reihe, spielte, mahnte, schimpfte, fütterte, schleppte den Kleinen durch die Gegend,…

Und der Vater? Sass in der anderen Reihe, steckte sich Kopfhörer in die Ohren, zog den Cowboyhut tief über das Gesicht und pennte. Zwischendurch wachte er zwar auf, unterstützte seine Frau aber wirklich null. Einmal hatte sie ihn gebeten, die Kinder im Auge zu behalten, sie müsse auf die Toilette. Der Kleine merkte irgendwann, dass die Mama weg war und stürmte den Gang hinterher. Lazy Papa hat ihn einfach ziehen lassen… Wahnsinn!

Man war wirklich in Versuchung geführt, hinzugehen und ihm den Marsch zu blasen. Warum lässt eine Frau das mit sich machen? Sie tat mir wirklich leid!!! 😦

 

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Von Kinderwägen und Vollhonks

Erkenntnis des heutigen Tages: Zwei nebeneinander fahrende Kinderwagen lassen den einen oder anderen (Idioten) mächtig durchknallen. 

Letzten erst wurden eine Freundin und ich von so einem Vollhonk angeraunzt (dabei war noch soooo viel Platz auf dem Gehweg), jetzt das Gleiche in grün:

Ein gelinde gesagt wohlgenährter Typ (ca 50) kommt uns auf dem FAHRRAD entgegen (wir befinden uns auf dem Bürgersteig) und brüllt im Vorbeifahren: „Scheiß Weiber!“

Kurzer Schockmoment, dann haben wir ihm alle Schimpfwörter hinterhergerufen, die uns auf die Schnelle eingefallen sind.

Insgeheim bin ich ja froh, dass er nicht „Scheiß Muttis“ gesagt hat. :-/

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Zu früh gesportelt

Ich schäme mich ein bisschen dafür, dass ich hier an so mancher Stelle ordentlich rumgepost habe: Dass ich ja schon wieder total fit sei und ständig in die Muckibude gehe.

Offensichtlich war das doch einen Tick zu früh – denn heute saß gleich mit zwei Wehwehchen beim Orthopäden. An Schulter und Leiste! Ich hab zurzeit ein richtiges kleines Hinke-Beinchen.

Der Arzt hat gleich gefragt: „Was ist mit Sport?“ Ich (noch stolz geschwollene Brust): „Bin schon wieder voll dabei.“ Er: „Na dann mal wieder einen Gang runterschrauben.“ Ich: „Scheiße.“ (Ok, nur gedacht, nicht gesagt. :-/ )

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Die Still-Demenz ist da

Was waren nochmal die drei Sachen, die ich im dm kaufen wollte? Feuchttücher, Augencreme und ???? Wen musste ich heute unbedingt anrufen? Und um wieviel Uhr war gleich der nächste Impftermin?

Mein Hirn ist wirklich ein Sieb. Manchmal will ich Sachen auf meine allerliebste To Do-Liste schreiben – und hab sie auf dem Weg dahin schon wieder vergessen. Für mich als kleine Perfektionistin wirklich eine Qual!

Ich behaupte, dass nicht das Stillen vergesslich macht, sondern 1. die Fülle an neuen Informationen, die man mit so einem Kind verarbeiten muss und 2. natürlich der Schlafentzug. Wenn man zwei bis drei Mal nachts rausgerissen wird, um anzudocken, Bäuchlein zu streicheln oder zu wickeln, kann das Gehirn doch nur schlapp machen.

Wie sagte mir kürzlich ein befreundeter Papa (er hat eine kleine Tochter und ist für die unruhigen Nächte verantwortlich): „Damit ich nix vergesse, schreib ich mir ALLES auf. Dass ich mir nicht noch ‚pissen gehen‘ aufschreibe, ist schon alles.“ 😉

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Ochsentour Kindergarten

Das habe ich inzwischen bitter gelernt: Für einen Kindergartenplatz in Frankfurt muss man bereit sein, ein Stück seiner Würde abzugeben.

Man muss Klinken putzen. Hinterhertelefonieren. Per Mail nachhaken. Andere Mamas ausbooten. Nochmals betonen, dass dieses Kita-Konzept das allerbeste sei. Und dass man natürlich gerne dazu bereit ist, sich im Kindergarten kräftig zu engagieren… Fürchterlich. Besichtigungstermine arten plötzlich zu reinsten Schleim-Veranstaltungen aus (siehe hier) und ich kenne Mamas, die sogar „Bewerbungen“ (mit Foto!) in Kindergärten abgegeben haben.

Ein Jahr noch, dann ist die Häselbacke drei – und wie sagte mir eine Kita-Leiterin gestern: „Novemberkind und Ganztagsplatz – da sind Ihre Chancen gleich null.“

Dank dieser Motivationsspritze habe ich nun also auch die Kindergarten-Ochsentour begonnen. An meine Wunsch-Kindergärten habe ich nochmal eine Email geschickt, angerufen, um Besichtigungstermine gebeten. Und dabei entdeckt, dass eine Einrichtung gestern für zwei Stunden „Open House“ hatte. Ich bin sofort hingedackelt und musste mich vor Ort arg zusammenreißen. Ich wurde nämlich von der demotiviertesten Mitarbeiterin der Welt durch die Kita „geführt“. Besser gesagt: Sie hat mir einen Raum gezeigt mit der überaus interessanten Information: „Das ist der Gruppenraum.“ Punkt. Sie hat original NICHTS erzählt, ich musste ihr ALLES aus der Nase ziehen, und es war mehr als offensichtlich, dass es zwischen uns nicht auf eine tiefe Freundschaft hinauslaufen würde.

Weil das Anmeldeformular im Internet ein bisschen kryptisch ist, wollte ich noch fragen, ob unsere Anmeldung überhaupt angekommen sei? Könne sie nicht nachgucken, sie müsse jetzt weg, gab mir aber noch einen super Tipp: „Einfach nochmal bewerben.“

In mir tobte ein Kampf zwischen Kopf und Bauch. Bauch: „Frag sie, ob es nur so aussieht oder ob sie wirklich keinen Bock auf dich hat!!!“ Kopf: „Willst du einen Kindergartenplatz oder nicht?!?“

Der Kopf hat gewonnen. Aber ein bescheuertes Gefühl hatte ich trotzdem. Echt nervig, die Kindergarten-Suche in Frankfurt!

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Baaaaaaaahhhhhhh!!!!

Achtung, ein Blog-Beitrag mit vielen Fäkal-Wörtern:

Slalom fahren! Anders hätte ich den Weg zur Tagesmutter heute nicht unbeschadet überstanden. Was geht eigentlich in Leuten vor, die ihren Hund einfach auf den Gehweg kacken lassen? Oder auf Spielwiesen? In manchen Fällen sogar in Sandkästen auf Spielplätzen?!?

Ich weiß, dass sich tiefe Gräben auftun zwischen Hunde-Besitzern und „Kinder-Besitzern“. Gräben, die ich zum Teil für sehr übertrieben halte, denn bislang habe ich nur super nette Leute mit Hund kennengelernt (und dank meines Sohnes kenne ich fast alle Hundebesitzer in Frankfurt 😉 ). Und dennoch muss die Hundescheiße doch irgendwo herkommen! Passiert sowas beim nächtlichen Gassigehen? Schaut man sich verstohlen um, ob auch keiner gemerkt hat, dass der Hund man mal wieder einen dicken fetten widerlichen ekelhaften Scheisshaufen auf den Gehweg gesetzt hat? Und dass man zu faul ist, ihn einzusammeln, so dass jeder reintritt, flucht, ihn auf dem Bürgersteig in etliche Richtungen weiterverbreitet und den ganzen Tag stinkt wie…. Scheisse?!?

Ich könnte ausrasten, wenn ich diese ganze Kacke sehe – in die kleine Kinder natürlich besonders häufig reintreten (und im besten Fall tatsächlich nur reintreten). Es ist einfach asozial. Und zum Kotzen!

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Die No-Go-Frage an alle Mütter. Mir wurde sie gestellt!!!

Ich habe immer noch ein bisschen Schnappatmung bei dieser Geschichte…. 

Ein Freund von uns ist gerade für ein paar Tage hier. Gestern Abend kam er an, ich mit den Kiddis alleine. Er setzt sich auf die Couch, guckt auf meinen Bauch – und dann sagt er es wirklich:

„Sag mal… ey… bist du wieder schwanger?“

Röchel, keuch, japs nach Luft… und das genau drei Monate nach der Geburt! Mich überkamen unglaubliche Lynch-Gelüste… Ich wollte ihn teeren, federn, in einen Sack stecken und wild draufrumkloppen, aber stattdessen habe ich ihm einfach nur gesagt, dass er offensichtlich nicht ganz dicht sei, das zu sagen. Er meinte noch zur Verteidigung, er kenne sich halt mit Schwangerschaft und so nicht so gut aus…

Oh mein Gott! Das ist doch das ABC der Benimmregeln habe ich ihm noch mitgegeben und obwohl es mich seeeeehr juckte, habe ich es dann dabei belassen. Ich will ja auch die Stimmung für die nächsten Tage nicht komplett versauen.
(Das Eis, das ich mir noch für den Abend gekauft hatte, hab ich dann aber doch nicht mehr gegessen…. 😝). 

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Hausfrauen-Frust

Ich gebe zu: Wenn ich in Elternzeit bin, lege ich eine gewisse „Grund-Gereiztheit“ an den Tag. Ich bin nämlich leider ein Typ, der ständig greifbare Erfolge braucht. Dinge, die man geleistet hat und die man dann mit einem großen Glücksgefühl von der To Do-Liste streichen kann: Sport machen, Sachen kaufen, Termine machen, wichtige (berufliche) Gespräche, Wohnung aufräumen, Möbel hin- und herschieben, irgendwas wegsortieren, … also alles, was man nachher sieht oder zumindest spürt (siehe Sport).

Als Hausmutti hat man das alles einfach nicht! Sieht ja keiner, dass man erst das eine Kind gewickelt hat und dann das andere und dann schon wieder das erste (und man es im Extremfall auch gleich baden muss, was übrigens auch keiner sieht). 

Merkt ja keiner, dass man alles, was vom Mittagessen auf dem Boden gelandet ist, auf Knien wieder weggeputzt hat. Fällt leider auch nicht besonders auf, dass man dringend noch mal das ganze Wohnzimmer gesaugt hat, weil der halbe Spielplatz sich plötzlich darin befand. Und dass man auf eben diesem Spielplatz den ganzen Vormittag verbracht hat, den kreischenden Säugling vor sich herschleppte, Fußball spielte, sich mit Kreide die Hose versaute,… landet leider auch nicht in den Annalen des Alltags. 

Ja und sowas wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine ausräumen fällt mit zwei Kindern sowieso nicht mehr auf, weil kurze Zeit später beide Maschinen wieder voll sind und somit ratz fatz in ihren Ursprungs-Zustand zurückversetzt.
Am Schlimmsten finde ich aber, dass ich das Stillen nicht als „greifbaren Erfolg“ verbuchen kann. Da hockt man auf den Tag gerechnet mindestens zwei bis drei Stunden auf der Couch, investiert also wirklich meeeega viel Zeit, tut dabei auch noch etwas Gutes, würde es aber niemals auf die To Do-Liste setzen.

Obwohl man sich also den Arsch aufreißt, hat man (bzw. ich) ständig das Gefühl, nichts zu leisten! Als mein Freund dann auch noch einen (eigentlich semi-schlimmen) Kommentar zu unserer Wäschesituation losließ (der Berg mit frisch gewaschener Wäsche wurde immer höher, die Schränke der Kinder immer leerer, so dass man sich erst durch einen riesigen Wäschewust wühlen musste, bis man zB eine Hose fand), bin ich gleich abgegangen wie eine Rakete. Denn genau das, Wäsche wegräumen, eventuell ja doch ein Fall für die To Do-Liste, hatte ich vor lauter Stress in den vergangenen Tagen nicht geschafft :-/