Ich bin ein bisschen stolz: Noch vier Wochen bis zum Geburtstermin und ich habe es tatsächlich geschafft, mir die Fußnägel zu lackieren!!! 😉
Freunde ohne Kinder…
Im Wartezimmer meiner Frauenärztin fiel mir heute ein Babybuch in die Hände. Irgendwann bemerkte ich: Genau das gleiche habe ich doch auch zu Hause und bestimmt schon drei Mal durchgelesen! Aber vor der zweiten Geburt liest sich alles natürlich noch mal ganz anders, vor allem der Artikel über „Alte Freundschaften“ – also das Verhältnis zu Freunden, die keine Kinder haben.
Tatsächlich: Es hat sich so viel geändert. Früher sahen meine Wochenenden so aus: Nach zwölf Stunden Schlaf bin ich irgendwann Mittags aus dem Bett gekrochen. Bin irgendwo schön Frühstücken gegangen und danach wieder total erledigt ins Bett geplumpst. Nachmittags hat man vielleicht noch Sport gemacht, ist mit Freunden Kaffee trinken gegangen und abends wurde natürlich weitergemacht: Essen gehen, Alkohol trinken, rauchen, feiern, Spaß haben, um dann irgendwann wieder für zwölf Stunden in der Falle zu verschwinden.
Diese Art der Freizeitgestaltung ist jetzt so was von vorbei!!! Das merke ich vor allem daran, wenn (kinderlose) Freunde z.B. vorschlagen, brunchen zu gehen. Vielleicht um 11 Uhr? Mit Kleinkind leider eine absolute No Go-Zeit, denn wir sind spätestens um 7 Uhr morgens wach, 11 Uhr ist dann praktisch schon wieder Mittagszeit plus anschließendem Schläfchen für die Häselbacke. Ohne das geht nichts! Meist einigt man sich dann auf 10 Uhr für den Brunch – wobei ich das immer noch einen nicht ganz so ausgewogenen Kompromiss finde. Die ohne Kinder müssen vielleicht eine Stunde eher aus dem Bett – aber uns hängt der Magen dann schon in den Kniekehlen.
Gerade ein neuer Vorschlag: Fußball gucken im Biergarten? Wie gerne würde ich! Aber ein 19-Monate-alter Junge bleibt leider keine zwei Minuten still sitzen. Ich wäre die ganze Zeit nur damit beschäftigt, Biergläser vor ihm in Sicherheit zu bringen und würde vom Spiel gar nichts mitbekommen.
Letzten Sonntag habe ich mich endlich mal wieder mit meiner kleinen Schwester und ihrem Freund getroffen. Bei 30 Grad hatten wir uns auf einen netten Park geeinigt. Wir waren insgesamt zwei Stunden dort. 1 Stunde und 55 Minuten war ich damit beschäftigt, meinem Kind hinterherzulaufen. Die anderen fünf Minuten hat er damit verbracht, eine Kugel Eis wegzulöffeln. Kaum war die weg, war auch er wieder verschwunden… und ich damit mit. (Tiefschürfende) Gespräche waren da natürlich ausgeschlossen.
Ein ganz lieber Freund von mir (auch keine Kinder) ist wirklich super bemüht, den Kontakt zu halten. Er sagt, er komme auch gerne mit auf den Spielplatz. Hauptsache wir sehen uns. Das Problem: Mich stresst das ungemein. Vielleicht bin ich da auch zu unlocker, aber auf dem Spielplatz bin ich eh schon damit beschäftigt, der Häselbacke hinterherzuspringen, damit er nicht in die Schaukel läuft / sich keine Scherbe in den Mund steckt etc. Da kriege ich es einfach nicht auf die Reihe, mich noch in einem angebrachten Maße meinem Freund zu widmen. Was mir sehr leid tut!
Ich möchte auch nicht immer der Spielverderber sein. Nicht derjenige, der schreiben muss: Netter Vorschlag, aber mit kleinem Kind leider unrealistisch. Schließlich ist ja jeder Vorschlag gut gemeint! Wahrscheinlich habe ich früher auch nicht für die mit Kindern mitgedacht… und dennoch: Es ist tatsächlich schwierig geworden 😦
Heute habe ich gelernt, dass…

… man erst weiß, wieviel das Kind gegessen hat, wenn das Ganzkörperlätzchen ausgezogen ist. Der Fund gestern nach dem Abendbrot: Ein halbes Ei (!!!), eine Scheibe Tomate und Hunderttausend Krümel!!! Ich wurde verarscht!!! 😉
Laut gelacht!!!
Habe ich gerade, als ich die Email meiner Freundin (schwanger im 5. Monat) bekommen habe. Sie schreibt:
„Ich bin so fett geworden (vom Bauch mal angesehen), ich habe fette Beine und einen dicken Arsch. Mir sind letzte Woche drei (!) – ich wiederhole drei (!) Schwangerschaftshosen hinten am Bund gerissen!!!!“ 😉
Kurz vor’m Platzen in der Bahn

Mit meinem Medizinball vorne dran steige ich wie jeden Morgen in eine brechend volle U-Bahn. Keine Sau steht auf, ich schaffe es gerade noch, einen Platz an einer Stange zu finden, an der ich mich festkrallen kann. Schon nach der zweiten Station komme ich ins Schwitzen und gucke in die Runde, wer denn da so schön gemütlich auf seinem dicken Hintern sitzt.
Den Kindern mache ich keinen Vorwurf, die wissen es einfach nicht besser. Bei vielen jungen Frauen nehme ich einfach mal an, dass sie selber noch nicht (hoch)schwanger waren – ich wusste es bis vor 2 1/2 Jahren auch nicht besser, wahrscheinlich hatte ich auch kein Auge für Kugelbäuche.
Aber wer mich am meisten aufregt, sind die Männer. Die sehen doch genau, dass da jemand einen dicken Ranzen vor sich herschleppt, glupschen aber trotzdem verstohlen in der Gegend herum. Ich tagträume dann davon, zum größten Fetti von allen zu gehen und zu sagen: „Entschuldigen Sie bitte, ich weiß, Sie sind mindestens drei Mal so fett wie ich, aber: Sie haben das in vielen Jahren aufgebaut – mit Bier, Fett und Zucker. Bei mir hingegen ist das alles nur in ein paar Monaten gewachsen und das macht’s ganz schön anstrengend – also move your ass!!!“
(In der Realität ist es dann aber deutlich unspektakulärer. So wie heute morgen: Irgendwann steigt jemand aus, ich kann mich endlich hinsetzen, die Beine ausstrecken – und entdecke auf meinem linken Hosenbein Hunderttausend Joghurt-Flecken von meinem Sohn von heute morgen – vielleicht hätte ich doch länger im Stehen aushalten sollen 😉 )
Es braucht wirklich ein ganzes Dorf…
… um ein Kind großzuziehen! Diese Woche haben wir mal wieder alles im Einsatz: Tagesmutter für tagsüber, kleine Schwester und Babysitterin für danach. Da rächt es sich, dass Eltern und Schwiegereltern 600 km weit weg wohnen!
Das sind dann immer organisatorische Kraftakte. Manchmal bin ich die komplette U-Bahn-Fahrt zur Arbeit (dauert etwa 15 Minuten) nur mit Simsen beschäftigt. Wer holt wen wann ab, muss dafür wo und wann sein, braucht dafür was etc.!
Besonders schön sind auch die Momente, wo der eine mir schreibt, dass er es nicht rechtzeitig schafft und ich deswegen mit x Leuten in Kopie alles ummodeln muss. Letztens war ich so wild am Schreiben, dass ich beinahe mit ins U-Bahn-Depot gefahren wäre. Die Lichter gingen schon aus, ich hab’s zum Glück noch geschafft, schnell rauszuspringen!
Besser als Flohmarkt!

Wenn die Kollegin regelmäßig ihre Jungs-Klamotten aussortiert und mir für einen Euro das Stück vertickt 🙂
Guten Moooooorgen!

Das ist doch herrlich: Wenn man mit seinem kleinen Kind auf dem Spielplatz rumturnt, und direkt daneben jemand seinen Fußball-Rausch auskuriert. Ich wollte eigentlich einen Bogen um dieses Haus machen, aber mein Kleiner lief natürlich hin, guckte rein und rief laut: „Haaaaajoooo“. Der Hausbewohner paffte gerade eine und sagte nur: „Das hier ist eine Raucher-Hütte.“ Ach soooo!!!! 😉
Hebamme – where are you?!?
Das vorweg: Dass es Hebammen gibt, ist klasse – z.B. im Wochenbett: ein super „Service“, für den uns Mütter aus anderen Ländern beneiden! Ich kenne viele Hebammen auch privat: Mit einer habe ich während des Studiums jahrelang in einer WG gelebt, eine meiner liebsten Freundinnen in Berlin ist Hebamme und die Hebamme, die ich bei meinem Sohn hatte, war so top, dass ich sie gleich zu unserer nächsten Party eingeladen habe… usw.
Aber in Frankfurt scheint einen absoluten Hebammen-Notstand zu geben. Ich habe bestimmt 30 Hebammen (rechtzeitig, also ab der 12. Woche) angerufen oder angesimst, ob sie noch Kapazitäten hätten. Eine einzige hatte noch Zeit und die habe ich natürlich genommen. Aber allein unser Erstgespräch wurde fünf Mal verschoben, weil bei ihr ständig etwas dazwischenkam. Natürlich weiß ich, dass das ein Beruf ist, der am allerwenigsten von festen Arbeitszeiten lebt, aber nervig ist es trotzdem!
Irgendwann, vor ca. zwei Monaten, haben wir das erste Treffen dann doch noch hinbekommen – und es war sehr sehr nett. Sie hat mir erzählt, dass sie an Spitzentagen 20 Anrufe von Frauen bekommt, die eine Hebamme suchen = ich habe noch echt Glück gehabt! Darum habe ich die „Kommunikationsregeln“ von ihr auch einfach kommentarlos geschluckt: Keine Anrufe, nur Nachrichten schicken – wenn sie es schafft, ruft sie zurück. Auch den „Behandlungsvertrag“, den sie in Eigenregie für all ihre Frauen aufgesetzt hat, habe ich unterschrieben – darin steht, dass wir 200 Euro an sie in bar zahlen müssen, wenn wir uns doch für eine andere Hebamme entscheiden. Ich nehme mal stark an, dass dieses Dokument im Zweifelsfall nicht anerkannt würde, aber ich habe ja offensichtlich eh keine Wahl…
Nun sollte diese Woche eigentlich unser zweites Gespräch stattfinden. Einen Tag vorher kam die SMS: Sie habe Spätdienst und im Juni und Juli sowieso praktisch keine Zeit…. Oh Mann, irgendwie ist diese Hebammen-Situation doch mehr als unbefriedigend!!!
Unterhalten sich zwei Väter

Sensationelle Unterhaltung heute (Fronleichnam) auf dem Spielplatz, bei der ich (leicht versteckt hinter einer Hecke) mitlauschen konnte:
Zwei Väter – offenbar kannten sie sich vorher nicht:
Der eine: „Es sind ja nur noch Männer hier.“
Der andere: „Naja an Feiertagen und Wochenenden ist es ja häufiger so, dass die Männer mit ihren Kindern auf den Spielplatz gehen.“
Der eine: „Aber die Frauen stellen sich auch an! Wir arbeiten schließlich von morgens bis abends und haben Stress im Job!“
Der andere: „Naja, ich finde es auch ganz schön stressig, was unsere Frauen machen.“
Der beknackte: „Früher haben die Frauen doch fünf, sechs Kinder bekommen – und haben sich nicht so viel beschwert!“
Der nette: „Also ich finde: Wenn man den ganzen Tag mit seinem Kind zusammen ist, ist das doch sehr wohl ziemlich anstrengend.“
Der gestrige: „Ja, aber wir arbeiten doch schließlich so viel!“
Dann lief leider eines der Kinder weg und die höchst interessante Diskussion war vorüber 😦
Was macht man nicht alles…

Man malt zB Hunderttausend Katzen am Tag!!! 😉
Ach Opa…
Begegnung der dritten Art im Bus auf dem Weg zur Tagesmutter: In der „Rollstuhl-Kinderwagen-Ecke“ sitzt schon ein Opa, gefühlte 100 Jahre alt mit seinem Rollwägelchen.
Er: „Wieviel gibt’s denn für so’n Kind?“
Ich: „Ich verstehe nicht ganz.“
Er: „Na vom Staat.“
Ich: „Ach so, Sie meinen Kindergeld. So zwischen 180 und 190 Euro im Monat.“
Er: „Nicht schlecht. Dann kriegen Sie ja für drei Kinder mehr als 500 Euro.“
Ich: „Ja, aber die Kinderbetreuung für ein Kind kostet ja schon 300.“
Er: „Wieso?! Das können Sie doch machen!“
Was ne Wurst! Aber es kommt noch besser:
Ich sage: „Das war vielleicht zu Ihren Zeiten noch so.“ und wende mich wieder meinem Kleinen zu und gebe ihm einen Kuss.
Er: „Ich will auch einen!!!“ und schmatzt in die Luft…. Hilfe!!!
Schwangeren-Schmaus

Das ist wirklich der leckerste alkoholfreie Sekt ever! (de facto Traubensaft mit Minerwalwasser) 4,50 Euro pro Flasche ist zwar echt nicht billig, hab aber trotzdem zwei Kisten mitgenommen 😉


