Mama sein und fit bleiben – wie soll das gehen?

Abends bin ich viel zu fertig für die Muckibude. Joggen im Wald ist dank Kugel auch nicht mehr = Wabbelalarm! Ich baue auf das hier als ultimative Lösung:

IMG_9828.JPG
Ein Side-Stepper, für 25 Euro bei eBay Kleinanzeigen geschossen (aber auch neu mit 50 Euro absolut erschwinglich).

Der Plan: zwei Mal in der Woche hiefe ich mich da rauf. Z.B. wenn die Kids im Bett sind, mein Freund aber noch nicht da. Drei Mal war ich schon: Herrlich! Perfekt! Vor allem jetzt, wo ich nicht mehr groß springen kann, ohne dass gleich irgendwas platzt. Ist klein und lässt sich easy unter die Couch schieben. Ist leise und der Anstrengungsgrad ist genau meins (du schwitzt und wirst rot, kotzt aber nicht). Außerdem lässt es sich dabei herrlich (Blogartikel) schreiben.

Im Moment also totale Begeisterung. Auf der anderen Seite: Es kommt sicher nicht von irgendwo, dass praktisch alle gebrauchten Stepper mit Sätzen wie „neuwertig“ / „praktisch nie benutzt“ / „quasi neu“ angepriesen werden 😉

UPDATE ÜBER EIN JAHR SPÄTER: 3x benutzt. Verdammt!

Wenn Mama eine Reise macht

Was hab ich mir vor diesem Trip für eine Platte gemacht: Vier Stunden im ICE, von Frankfurt bis Hamburg Altona. Mit einem Dreijährigen und einer 1 1/2 jährigen. Für drei Tage zu meiner großen Schwester.

Hoffentlich klappt das mit dem Kleinkindabteil! Nicht, dass plötzlich alle Reservierungen umgeworfen werden und wir irgendwo im Großraum sitzen. Womöglich auch noch im Ruhebereich! Hoffentlich keine umgedrehte Wagenreihung, hoffentlich ein Platz für den Kinderwagen, hoffentlich liebe Kinder – die nicht nach einer halben Stunde schon durch die erste Klasse toben wollen! Für alle Eskalationsstufen hatte ich was dabei: Waffeln, Gummibärchen, iPad. Und hoffentlich habe ich genug Kraft für das alles. Bin doch so schlapp und fertig, seit ich wieder schwanger bin!

Kurzum: Ich war ein mega Schisser. Total boring, dabei wollte ich doch nie so eine Mutti werden, die sich mit Kindern nichts mehr traut und stattdessen nur noch in ihren vier Wänden hockt.

Und es folgte eine unglaubliche Erleichterung: Es hat alles sooooo super easy geklappt. Mit der Bahn, mit dem Kleinkindabteil, mit der Hilfe beim Kinderwagen rein- und raustragen. Auch die Schlafsituation in Hamburg war 1000x entspannter, als ich mir das hätte vorstellen können: Wir drei in einem Raum – dabei haben die Kids auch bei uns in Frankfurt noch nie zusammen gepennt. Das Einschlafen: perfekt, das Durchschlafen sowieso und das Lang-Schlafen auch. Eines Morgens wurden sogar MEINE Kinder von denen meiner Schwester geweckt. Absolute Premiere!!! Wir hatten eine geniale Zeit: Im Tropenaquarium (siehe Foto), am Elbstrand, auf diversen Spielplätzen. Und, oho, das Wetter war gar nicht so schlecht 🙂

Ach ja: Das ipad musste ich nicht einmal auspacken – weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt. Stattdessen gab es eine fast surreale Szene: Ich mit meinen beiden Kids im Speisewagen. Die haben „Das kleine ICE-Memo“ gepuzzelt und ich habe währenddessen einen Cappuccino geschlürft. Das hätte ich mir nun wirklich niemals erträumen lassen 😉

Der 2/3 Platz oder auch: das Relikt

Auf der verzweifelten Suche nach einem Kindergartenplatz ist uns ein 2/3 Platz angeboten worden – und bei der Überlegung, wie wir das verdammt noch mal alles hinkriegen sollen, haben wir nicht nur graue Haare bekommen, sondern sind auch zu der Erkenntnis gelangt: wie sinnlos dieser 2/3-Platz ist!

Er ist eine absolute Karriere-Bremse. Ein Job-Killer. Ein Garant für: „Mama muss halbtags arbeiten“ oder sogar komplett zuhause bleiben.

Das Kind muss spätestens um 14:30 Uhr abgeholt werden – in meinem Fall hätte das bedeutet, ich hätte nur bis 13.30 Uhr arbeiten können. Leider unmöglich, denn bei mir gibt es keine Halbtagsjobs.

14.30! Was für ein Mist! Dabei machen es einem ja schon die Ganztagsplätze schwer, voll zu arbeiten. Um 16.45 Uhr musst du spätestens im Kindergarten sein – und das heißt eben: Um 15.45 Uhr bitte den Stift fallen lassen und los geht die Hetzerei! Vollzeit arbeiten geht da nur, wenn man mordsfrüh anfängt und der Partner die Kinder wegbringt. Gottlob ist das bei mir der Fall!

Wir haben hin- und herüberlegt, wie wir mit diesem beknackten 2/3 Platz-Angebot umgehen sollen. Annehmen und hoffen, dass er ganz schnell aufgestockt wird? Ablehnen und unseren 3jährigen doch noch etwas bei der Tagesmutter lassen (bei der er sich aber schon seit Monaten langweilt)? Annehmen und unsere Tagesmutter fragen, ob sie unseren Sohn abholen könnte: Sprich: Schön draufzahlen?

In meiner Verzweiflung habe ich gleich noch ein paar Bewerbungen rausgeschickt – und hatte wahnsinniges Glück: Ich habe tatsächlich noch einen Vollzeit-Platz in einem neuen Kindergarten in Sachsenhausen bekommen. Er liegt zwar ab vom Schuss, aber zumindest kann ich meinen Job behalten.

Jetzt sind wir seit gut einem Monat dort und mir ist aufgefallen: Die wenigsten Eltern holen ihre Kinder erst zu 17 Uhr ab, die meisten kommen zwischen 15 und 16 Uhr. Sprich: Die Vollzeitplätze werden gar nicht wirklich ausgereizt. Warum stockt man diese also nicht auf? Bietet nur noch Vollzeitplätze an? Wenn man sein Kind dann doch (mal) früher abholen möchte: nur zu! Aber es entstresst die, die das nicht schaffen, unglaublich!

(P.S. Die Halbtagsplätze bis 11.30 Uhr habe ich jetzt gar nicht mehr erwähnt. Die sind so gruselig, da fällt mir gar nichts mehr zu ein…)

Gestatten: Domina

Meine Nachbarn müssen denken: Nebenan wohnt eine wildgewordene Furie, die Kommandos brüllend durch die Wohnung läuft. Und das Schlimme: Sie haben recht!

Wenn ich abends mit den Kindern nach Hause komme, muss alles zack zack gehen. Die Uhr tickt: Jeden Moment kriegt ein Kind Hunger und brüllt oder wird müde und brüllt noch viel mehr!

Also gebe ich richtig Gas: Abendbrot machen, Kinder ausziehen, baden, erstes Kind anziehen, zweites Kind anziehen, füttern, das anschließende Schlachtfeld wegwischen, -fegen, -saugen usw, Milch-Fläschchen für die Nacht vorbereiten, Schnullis in den Betten verteilen, Zähne putzen, Fläschchen geben, Geschichte vorlesen, etc etc.

Von 18 bis 20 Uhr powere ich wirklich voll durch und automatisch kommt die Domina raus. „Lass das“, „mach das“, „nein, das nicht“, „ich hab doch schon 1000x gesagt, dass…“, „verdammt nochmal warum machst du das denn immer noch?“, „jetzt reicht es!!!“, „Gleich werd ich aber richtig böse!!!“ Usw.

Falls ich irgendwann mal meinen Job los bin: Als Domina kriege ich bestimmt irgendwo was!!! 😉

Muddi arbeitet wieder – Zwischenbilanz

Zwei Wochen sind nun schon ins Land gegangen und ich muss sagen: Die Lage entspannt sich wieder etwas. Während die erste Woche purer Stress war (ich kam jeden Tag im Schnitt 2!!!! Stunden zu spät zur Tagesmutter, um die Kinder abzuholen), war die zweite relativ easy.

Auch, wenn ich das Gefühl habe, im Job noch nicht zu alter Form zurückgefunden zu haben: Dafür, dass ich zwei kleine Kinder zuhause habe, bin ich eigentlich ganz zufrieden mit mir 🙂 Und die beiden sind auch glücklich, gesund (toi toi toi) und die Nächte werden immer besser.

Morgens ist es zwar jetzt ein einziges „managen“ bei uns – wer zieht welches Kind an etc., aber: Bislang klappt’s ganz ordentlich. Einfach immer drei Mal so viel Zeit einplanen wie sonst und richtig früh aufstehen, das spart Stress 🙂

In diesem Sinne: Schönes Wochenendeeeeee!!!

Bild

Ahhhhhh!!! Heute geh‘ ich wieder arbeiten!!!

Unglaublich. Ein halbes Jahr Elternzeit ist schon vorbei und ab heute wird wieder geschafft! Wie wird’s laufen? Kann ich das überhaupt noch? Und: Schaffe ich es, die Kinder rechtzeitig von der Tagesmutter abzuholen?!? Aiaiai…. aufi geht’s! 🙂

10 Stunden später: alles gut gelaufen! Ich kann es noch so einigermaßen und meine Tagesmutter war nicht böse, dass ich 1 1/2h zu spät kam… :-/

Kontrolle ist geiler

Wie verhinderst du, dass dein zweijähriger (im Wohnzimmer!) mit seinem Pukylino über deinen Säugling brettert – während du (in der Küche!) mal wieder wie wild für das Abendbrot schnippelst?

Die Lösung heißt: FaceTime! Ruf dich selbst mit dem Handy auf dem iPad an. Dann positionierst du das Handy so, dass du die kritische Stelle im Wohnzimmer perfekt im Blick hast. Das iPad kommt logischerweise mit in die Küche.

Ja, es klingt freakig – beruhigt mich aber total. Mit dieser Aussicht schnippelt es sich wirklich am Besten! 😉

Bild

Der perfekte Weihnachtsmarkt für Mamas

Ist der am Frankfurter Goetheturm! Das Kinderkarussell ist zwar der reinste Wucher (2 Euro für gefühlte 60 Sekunden in einem klapprigen Minikarussel), aber die Vorteile überwiegen:

* Du kannst deinen Kinderwagen mitnehmen, ohne gelyncht zu werden, denn es gibt richtig viel Platz! Für einen Weihnachtsmarkt doch der absolute Wahnsinn, oder?!
* Du kannst deine Kinder nicht verlieren, denn hier ist es klein und kuschelig. Etwa zehn Stände mit allem, was man auf einem Weihnachtsmarkt braucht.
* Du kriegst dich und deine Kinder satt zB mit Reibekuchen und Apfelmus. Sehr lecker auch direkt am Anfang die heiße Zitrone (für alle Schwangeren und stillenden Mamas).
* Last minute x-mas-shopping! Es gibt Schmuck, Deko, Keramik, Kerzenständer,…

IMG_3870-1.JPG

* Du kannst deine Kinder easy bei Laune halten: Wer Krösus ist, dreht ne Dauerschleife im Karussell. Bei Helligkeit gibt’s den großen Waldspielplatz direkt daneben. Oder ihr guckt euch einfach den tollen Kerzen-Park an (so wie wir):

IMG_3869-0.JPG

Wirklich mein liebster Weihnachtsmarkt!

Bild

Mamas können so grausam sein…

Was für ein fürchterlicher Spruch von einer Mutter (erfahren von meinem persönlichen Hamburg-Spion in Form meiner großen Schwester):

Eine Musikschule für Kleinkinder im Hamburger Nobelstadtteil Rotherbaum. Die Mamas unterhalten sich über Kindergärten. Sagt eine: „Den werd ich mir ganz genau aussuchen. Ich will da ja nicht die ganzen ‚L.O.G.G.‘-Kinder haben.“ (Marke von h&m) Und dann fügt sie noch hinzu: „Leider Ohne Geld Geboren.“

Ist das nicht grausam?!?