Wir sind dir auch nicht böse, dass du dich für dieses Geschenk null interessierst. 😉

Zu früh gesportelt
Ich schäme mich ein bisschen dafür, dass ich hier an so mancher Stelle ordentlich rumgepost habe: Dass ich ja schon wieder total fit sei und ständig in die Muckibude gehe.
Offensichtlich war das doch einen Tick zu früh – denn heute saß gleich mit zwei Wehwehchen beim Orthopäden. An Schulter und Leiste! Ich hab zurzeit ein richtiges kleines Hinke-Beinchen.
Der Arzt hat gleich gefragt: „Was ist mit Sport?“ Ich (noch stolz geschwollene Brust): „Bin schon wieder voll dabei.“ Er: „Na dann mal wieder einen Gang runterschrauben.“ Ich: „Scheiße.“ (Ok, nur gedacht, nicht gesagt. )
Die Still-Demenz ist da
Was waren nochmal die drei Sachen, die ich im dm kaufen wollte? Feuchttücher, Augencreme und ???? Wen musste ich heute unbedingt anrufen? Und um wieviel Uhr war gleich der nächste Impftermin?
Mein Hirn ist wirklich ein Sieb. Manchmal will ich Sachen auf meine allerliebste To Do-Liste schreiben – und hab sie auf dem Weg dahin schon wieder vergessen. Für mich als kleine Perfektionistin wirklich eine Qual!
Ich behaupte, dass nicht das Stillen vergesslich macht, sondern 1. die Fülle an neuen Informationen, die man mit so einem Kind verarbeiten muss und 2. natürlich der Schlafentzug. Wenn man zwei bis drei Mal nachts rausgerissen wird, um anzudocken, Bäuchlein zu streicheln oder zu wickeln, kann das Gehirn doch nur schlapp machen.
Wie sagte mir kürzlich ein befreundeter Papa (er hat eine kleine Tochter und ist für die unruhigen Nächte verantwortlich): „Damit ich nix vergesse, schreib ich mir ALLES auf. Dass ich mir nicht noch ‚pissen gehen‘ aufschreibe, ist schon alles.“ 😉
Ochsentour Kindergarten
Das habe ich inzwischen bitter gelernt: Für einen Kindergartenplatz in Frankfurt muss man bereit sein, ein Stück seiner Würde abzugeben.
Man muss Klinken putzen. Hinterhertelefonieren. Per Mail nachhaken. Andere Mamas ausbooten. Nochmals betonen, dass dieses Kita-Konzept das allerbeste sei. Und dass man natürlich gerne dazu bereit ist, sich im Kindergarten kräftig zu engagieren… Fürchterlich. Besichtigungstermine arten plötzlich zu reinsten Schleim-Veranstaltungen aus (siehe hier) und ich kenne Mamas, die sogar „Bewerbungen“ (mit Foto!) in Kindergärten abgegeben haben.
Ein Jahr noch, dann ist die Häselbacke drei – und wie sagte mir eine Kita-Leiterin gestern: „Novemberkind und Ganztagsplatz – da sind Ihre Chancen gleich null.“
Dank dieser Motivationsspritze habe ich nun also auch die Kindergarten-Ochsentour begonnen. An meine Wunsch-Kindergärten habe ich nochmal eine Email geschickt, angerufen, um Besichtigungstermine gebeten. Und dabei entdeckt, dass eine Einrichtung gestern für zwei Stunden „Open House“ hatte. Ich bin sofort hingedackelt und musste mich vor Ort arg zusammenreißen. Ich wurde nämlich von der demotiviertesten Mitarbeiterin der Welt durch die Kita „geführt“. Besser gesagt: Sie hat mir einen Raum gezeigt mit der überaus interessanten Information: „Das ist der Gruppenraum.“ Punkt. Sie hat original NICHTS erzählt, ich musste ihr ALLES aus der Nase ziehen, und es war mehr als offensichtlich, dass es zwischen uns nicht auf eine tiefe Freundschaft hinauslaufen würde.
Weil das Anmeldeformular im Internet ein bisschen kryptisch ist, wollte ich noch fragen, ob unsere Anmeldung überhaupt angekommen sei? Könne sie nicht nachgucken, sie müsse jetzt weg, gab mir aber noch einen super Tipp: „Einfach nochmal bewerben.“
In mir tobte ein Kampf zwischen Kopf und Bauch. Bauch: „Frag sie, ob es nur so aussieht oder ob sie wirklich keinen Bock auf dich hat!!!“ Kopf: „Willst du einen Kindergartenplatz oder nicht?!?“
Der Kopf hat gewonnen. Aber ein bescheuertes Gefühl hatte ich trotzdem. Echt nervig, die Kindergarten-Suche in Frankfurt!
Wir diskutieren gerade…
… über dieses Interview mit der ehemaligen Familienministerin Kristina Schröder im Süddeutsche Zeitung Magazin. Eine befreundete Mama sagt „feige“, ich finde, es klingt ehrlich. Auf jeden Fall lesenswert!
Von Freaks im Linienbus
OMG…. es gibt wirklich abgefahrene Varianten, einen Smalltalk anzufangen.
Heue im Bus lungerte ein Typ verdächtig lange um mich und den Kinderwagen herum. Nach vier bis fünf Stationen traute er sich endlich, die Frage zu stellen, die in die Geschichte der Eisbrecher eingehen sollte:
„Hat die Geburt weh getan?“
Ich wollte ja, aber ich KONNTE einfach nicht antworten….
Baaaaaaaahhhhhhh!!!!
Achtung, ein Blog-Beitrag mit vielen Fäkal-Wörtern:
Slalom fahren! Anders hätte ich den Weg zur Tagesmutter heute nicht unbeschadet überstanden. Was geht eigentlich in Leuten vor, die ihren Hund einfach auf den Gehweg kacken lassen? Oder auf Spielwiesen? In manchen Fällen sogar in Sandkästen auf Spielplätzen?!?
Ich weiß, dass sich tiefe Gräben auftun zwischen Hunde-Besitzern und „Kinder-Besitzern“. Gräben, die ich zum Teil für sehr übertrieben halte, denn bislang habe ich nur super nette Leute mit Hund kennengelernt (und dank meines Sohnes kenne ich fast alle Hundebesitzer in Frankfurt 😉 ). Und dennoch muss die Hundescheiße doch irgendwo herkommen! Passiert sowas beim nächtlichen Gassigehen? Schaut man sich verstohlen um, ob auch keiner gemerkt hat, dass der Hund man mal wieder einen dicken fetten widerlichen ekelhaften Scheisshaufen auf den Gehweg gesetzt hat? Und dass man zu faul ist, ihn einzusammeln, so dass jeder reintritt, flucht, ihn auf dem Bürgersteig in etliche Richtungen weiterverbreitet und den ganzen Tag stinkt wie…. Scheisse?!?
Ich könnte ausrasten, wenn ich diese ganze Kacke sehe – in die kleine Kinder natürlich besonders häufig reintreten (und im besten Fall tatsächlich nur reintreten). Es ist einfach asozial. Und zum Kotzen!
Studie: „Vorlesen macht Familien stärker“
Gilt das auch, wenn man seit einem Jahr das Gleiche vorliest? 😉
Die No-Go-Frage an alle Mütter. Mir wurde sie gestellt!!!
Ich habe immer noch ein bisschen Schnappatmung bei dieser Geschichte….
Ein Freund von uns ist gerade für ein paar Tage hier. Gestern Abend kam er an, ich mit den Kiddis alleine. Er setzt sich auf die Couch, guckt auf meinen Bauch – und dann sagt er es wirklich:
„Sag mal… ey… bist du wieder schwanger?“
Röchel, keuch, japs nach Luft… und das genau drei Monate nach der Geburt! Mich überkamen unglaubliche Lynch-Gelüste… Ich wollte ihn teeren, federn, in einen Sack stecken und wild draufrumkloppen, aber stattdessen habe ich ihm einfach nur gesagt, dass er offensichtlich nicht ganz dicht sei, das zu sagen. Er meinte noch zur Verteidigung, er kenne sich halt mit Schwangerschaft und so nicht so gut aus…
Oh mein Gott! Das ist doch das ABC der Benimmregeln habe ich ihm noch mitgegeben und obwohl es mich seeeeehr juckte, habe ich es dann dabei belassen. Ich will ja auch die Stimmung für die nächsten Tage nicht komplett versauen.
(Das Eis, das ich mir noch für den Abend gekauft hatte, hab ich dann aber doch nicht mehr gegessen…. 😝).
Und Frankfurt ist irgendwie doch ein Dorf
Das ist mir wieder mal aufgefallen, als mein Kleiner einen ganz bestimmten Mann fast umlief und ihn auch noch „Papa“ nannte. Heribert Bruchhagen (für alle Nicht-Fußball-Freunde: Der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt). Der guckte ganz lieb und sagte noch: „Ich bin nicht dein Papa.“ Mir ist irgendwie kein cooler Spruch eingefallen… und so hab ich nur blöd gegrinst
(Baumel-) Busen-Talk
Besser als mit dieser Überschrift lässt sich das heutige Spielplatz-Gesprächsthema nicht beschreiben. Es ging um die Gretchenfrage:
Befördert man dank Stillerei seine Oberweite langfristig eine Etage nach unten?
Angeblich ist da ja nichts dran. Es sei die Schwangerschaft und nicht das Stillen, die dem Busen zu schaffen macht.
Aber: Kann eine ganze Nation irren? Bei den Franzosen hält sich das ‚Gerücht‘ ja hartnäckig. Und rein logisch muss das Stillen doch einen leichten Softi-Effekt haben: Monatelang laufen wir quasi aufgepumpt durch die Gegend, der Still-BH ist gerne mal zwei Nummern größer. Sobald die Milch-Produktion abgeschlossen ist, und alles wieder auf Normalgrösse schrumpft, wird aus der Bluse sicher nicht mehr so nach oben geguckt wie vorher.
Und dazu passt auch der Satz, den eine Mama heute über ihre Nachbarin losließ (die ihr Kind seit fünf!!! Jahren stillt), ich zitiere wortwörtlich: „Ich bin fast 50 und meine Titten sehen besser aus als ihre mit 20!“
Daraufhin hat jede Mama erstmal betreten an sich heruntergeguckt…
Thanx for sharing…
Ja, es gibt eine ganz bestimmte Sorte uuuuuunglaublich nerviger Menschen. Nämlich die, die du überhaupt nicht kennst, die aber trotzdem einen super beknackten Spruch parat haben, wenn dein Kind brüllt.
Dieser hier kam zB von einer Frau, vielleicht Mitte 40, als die Häselbacke im Drogeriemarkt einen kleinen Kreischanfall bekam:
„Du siehst so hässlich aus, wenn du schreist.“ (aha, beeindruckt ihn sicher sehr).
Und dieser hier ist auch der Hammer, davon hat mir grad eine befreundete Mama berichtet: Sie ist ebenfalls im Drogeriemarkt, an der Kasse. Ihr Kind (2 Jahre alt) brüllt. Da dreht sich eine ältere Frau um und sagt:
„Ein paar Schläge auf den Hinterkopf würden dir ganz gut tun.“
Ahhhhhhhh, unglaublich!!!
Hausfrauen-Frust
Ich gebe zu: Wenn ich in Elternzeit bin, lege ich eine gewisse „Grund-Gereiztheit“ an den Tag. Ich bin nämlich leider ein Typ, der ständig greifbare Erfolge braucht. Dinge, die man geleistet hat und die man dann mit einem großen Glücksgefühl von der To Do-Liste streichen kann: Sport machen, Sachen kaufen, Termine machen, wichtige (berufliche) Gespräche, Wohnung aufräumen, Möbel hin- und herschieben, irgendwas wegsortieren, … also alles, was man nachher sieht oder zumindest spürt (siehe Sport).
Als Hausmutti hat man das alles einfach nicht! Sieht ja keiner, dass man erst das eine Kind gewickelt hat und dann das andere und dann schon wieder das erste (und man es im Extremfall auch gleich baden muss, was übrigens auch keiner sieht).
Merkt ja keiner, dass man alles, was vom Mittagessen auf dem Boden gelandet ist, auf Knien wieder weggeputzt hat. Fällt leider auch nicht besonders auf, dass man dringend noch mal das ganze Wohnzimmer gesaugt hat, weil der halbe Spielplatz sich plötzlich darin befand. Und dass man auf eben diesem Spielplatz den ganzen Vormittag verbracht hat, den kreischenden Säugling vor sich herschleppte, Fußball spielte, sich mit Kreide die Hose versaute,… landet leider auch nicht in den Annalen des Alltags.
Ja und sowas wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine ausräumen fällt mit zwei Kindern sowieso nicht mehr auf, weil kurze Zeit später beide Maschinen wieder voll sind und somit ratz fatz in ihren Ursprungs-Zustand zurückversetzt.
Am Schlimmsten finde ich aber, dass ich das Stillen nicht als „greifbaren Erfolg“ verbuchen kann. Da hockt man auf den Tag gerechnet mindestens zwei bis drei Stunden auf der Couch, investiert also wirklich meeeega viel Zeit, tut dabei auch noch etwas Gutes, würde es aber niemals auf die To Do-Liste setzen.
Obwohl man sich also den Arsch aufreißt, hat man (bzw. ich) ständig das Gefühl, nichts zu leisten! Als mein Freund dann auch noch einen (eigentlich semi-schlimmen) Kommentar zu unserer Wäschesituation losließ (der Berg mit frisch gewaschener Wäsche wurde immer höher, die Schränke der Kinder immer leerer, so dass man sich erst durch einen riesigen Wäschewust wühlen musste, bis man zB eine Hose fand), bin ich gleich abgegangen wie eine Rakete. Denn genau das, Wäsche wegräumen, eventuell ja doch ein Fall für die To Do-Liste, hatte ich vor lauter Stress in den vergangenen Tagen nicht geschafft

