
😉
Ohne Mami geht’s eben auch (!!!)
Ich bin auf dem Hessentag in Herborn, arbeite hier von Freitag bis Sonntag Nacht – und da fragen mich etliche Leute (zu 99,9% Männer) doch glatt, wie ich das denn mit meinen Kindern mache? Babysitterin?
Ähhhh…. Papa?!? Der ist doch auch noch da und schmeißt den Laden bestens ohne mich. Es scheint echt verbreiteter zu sein als befürchtet, dass Frauen Zuhause alles machen und die Männer sich schön aus der Affäre ziehen. 😩😩😩😩😩😩😩
Verzweifelt gesucht: Besinnliche Momente in der (dritten) Schwangerschaft
In meiner ersten Schwangerschaft lag ich manchmal einfach nur auf dem Bett und hab mich vor mich hingefreut. Ich habe mir die Spieluhr auf den dicken Bauch gelegt, Musik gehört und genossen. Ich ging zum Schwangerschafts-Yoga und -Aquafitness, war ständig auf dem Stepper, schnibbelte mir Obstsalate und trank Schwangerschaftstee. Kinder-Erste-Hilfe-Kurs, Geburtsvorbereitungskurs. Als es dann irgendwann losging, hatte ich praktisch alles erledigt und erlebt, was idealerweise zu einer Schwangerschaft dazu gehört.
Bei Schwangerschaft Nummer zwei wurden diese besinnlichen Momente schon rarer. Ich weiß noch, dass ich mich über jede „geschaffte“ Woche gefreut habe. Aber Zeit, nur auf der Couch zu liegen und sich gedanklich in Vorfreude zu wälzen, hatte ich nicht mehr – selbst die 10er-Karte beim Yoga habe ich nicht mehr vollbekommen.
Jetzt bin ich zum dritten Mal schwanger und die Zeit ist nur noch am Rasen. Hätte ich nicht meine App, die mich jeden Samstag erinnert – ich wüsste gar nicht, in welcher Woche ich bin. Ich war noch nicht 1x in irgendeinem Schwangerschaftskurs, auch andere sportliche Aktivitäten sind selten geworden.
Wenn ich abends im Bert liege, freue ich mich über jeden kleinen Tritt im Bauch – aber bevor ich mich in diese Baby-Vorfreude richtig reinlegen kann, bin ich schon erschöpft eingeschlafen.
Darum, Mädels, falls Ihr zum ersten Mal schwanger seid: Gammelt rum. Schlaft! Macht Sport oder worauf Ihr einfach Bock habt. Diese Zeit kommt nie wieder!
Pfeffer des Grauens
Zwei Minuten. Zwei pisselige Minuten. Nur so lang hat das Telefonat gedauert, dass ich wegen meines morgigen Reportage-Themas gehalten habe. Doch diese zwei pisseligen Minuten haben gereicht, dass sich meine Kinder den Pfefferstreuer geschnappt haben, ihn aufdrehten, auskippten, schön mit den Händen auf dem Boden verteilten und: sich die Hände in den Mund steckten.
Was ein Geschrei. Ein Geheule! Die Augen tränten, der Mund feuerrot. Schnell alles abspülen, etwas trinken und: einen Vanille-Joghurt mit Smarties runterlöffeln… Dass ich davon noch zwei hatte, hat mir wirklich den Arsch gerettet. Den Natur-Joghurt wollten sie sich in ihrem Schrei-Wahn nämlich partout nicht reinlöffeln lassen.
Danach war ich fix und fertig. Den Pfeffer hab ich jetzt erstmal weggesperrt!!!
Cytomegalie oder: Von der Unmöglichkeit, nicht den selben Löffel zu benutzen
Es liest sich ja wirklich unheimlich. Cytomegalie: Bis zu 1% aller Schwangeren infizieren sich mit diesem Virus, mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit überträgt es sich auf den Fötus. In den ersten sechs Monaten kann das für das ungeborene Kind lebensgefährlich sein… Horror.
In der letzten Schwangerschaft würd ich monatlich auf Cytomegalie getestet (im Rahmen einer Studie), jetzt kann ich nur noch Vorsorge treffen. Meine Frauenärztin trichtert mir immer wieder ein: Das Virus wird vor allem von Kleinkindern übertragen. Also nicht vom selben Teller essen oder das gleiche Geschirr benutzen.
Aber das ist einfach unmöglich! Essen ist bei uns manchmal ein: ich fütter dich / du fütterst den nächsten / du darfst von mir probieren / wir tauschen den Teller und vor allem: Mutti isst die Reste auf! Es wäre eine krasse Lebensmittelverschwendung, diese strickte Trennung durchzuziehen.
Und was ja noch viel Schlimmer ist: Theoretisch dürfte ich meine Kinder gar nicht mehr schmusen! Kein fröhlicher Begrüssungskuss, wenn ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole. Kein feuchter Schmatzer von meiner Kleinen, bevor es ins Bett geht.
Sorry, darauf kann doch nicht neun Monate lang verzichten!!!
Heute habe ich gemerkt, dass…
… sich meine Kinder nicht mehr mit normaler Seife die Hände waschen – sondern nur noch mit meiner (schweineteuren) Gesichtsreinigung. Darum ist die also jetzt schon alle…
Dafür hat sich mein Erasmus-Jahr doch gelohnt
Dass ich dem mexikanischen Jungen in unserem Kindergarten (ein ziemlicher Dicki) mitteilen konnte, dass er verdammtnochmal aufhören soll, meinem Sohn zu vermöbeln!!! 😡😡😡
Woran du merkst, dass du richtig fertig bist:
Wenn dich deine Trainerin nach der Bauch Beine Po-Stunde fragt, ob du gut geschlafen hast…
Lag tatsächlich die Hälfte der Zeit platt wie ne Flunder einfach nur da
Wenn Mama eine Reise macht
Was hab ich mir vor diesem Trip für eine Platte gemacht: Vier Stunden im ICE, von Frankfurt bis Hamburg Altona. Mit einem Dreijährigen und einer 1 1/2 jährigen. Für drei Tage zu meiner großen Schwester.
Hoffentlich klappt das mit dem Kleinkindabteil! Nicht, dass plötzlich alle Reservierungen umgeworfen werden und wir irgendwo im Großraum sitzen. Womöglich auch noch im Ruhebereich! Hoffentlich keine umgedrehte Wagenreihung, hoffentlich ein Platz für den Kinderwagen, hoffentlich liebe Kinder – die nicht nach einer halben Stunde schon durch die erste Klasse toben wollen! Für alle Eskalationsstufen hatte ich was dabei: Waffeln, Gummibärchen, iPad. Und hoffentlich habe ich genug Kraft für das alles. Bin doch so schlapp und fertig, seit ich wieder schwanger bin!
Kurzum: Ich war ein mega Schisser. Total boring, dabei wollte ich doch nie so eine Mutti werden, die sich mit Kindern nichts mehr traut und stattdessen nur noch in ihren vier Wänden hockt.
Und es folgte eine unglaubliche Erleichterung: Es hat alles sooooo super easy geklappt. Mit der Bahn, mit dem Kleinkindabteil, mit der Hilfe beim Kinderwagen rein- und raustragen. Auch die Schlafsituation in Hamburg war 1000x entspannter, als ich mir das hätte vorstellen können: Wir drei in einem Raum – dabei haben die Kids auch bei uns in Frankfurt noch nie zusammen gepennt. Das Einschlafen: perfekt, das Durchschlafen sowieso und das Lang-Schlafen auch. Eines Morgens wurden sogar MEINE Kinder von denen meiner Schwester geweckt. Absolute Premiere!!! Wir hatten eine geniale Zeit: Im Tropenaquarium (siehe Foto), am Elbstrand, auf diversen Spielplätzen. Und, oho, das Wetter war gar nicht so schlecht 🙂
Ach ja: Das ipad musste ich nicht einmal auspacken – weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt. Stattdessen gab es eine fast surreale Szene: Ich mit meinen beiden Kids im Speisewagen. Die haben „Das kleine ICE-Memo“ gepuzzelt und ich habe währenddessen einen Cappuccino geschlürft. Das hätte ich mir nun wirklich niemals erträumen lassen 😉





