Statusmitteilung

Ohne Mami geht’s eben auch (!!!)

Ich bin auf dem Hessentag in Herborn, arbeite hier von Freitag bis Sonntag Nacht – und da fragen mich etliche Leute (zu 99,9% Männer) doch glatt, wie ich das denn mit meinen Kindern mache? Babysitterin?

Ähhhh…. Papa?!? Der ist doch auch noch da und schmeißt den Laden bestens ohne mich. Es scheint echt verbreiteter zu sein als befürchtet, dass Frauen Zuhause alles machen und die Männer sich schön aus der Affäre ziehen. 😩😩😩😩😩😩😩

Pfeffer des Grauens

Zwei Minuten. Zwei pisselige Minuten. Nur so lang hat das Telefonat gedauert, dass ich wegen meines morgigen Reportage-Themas gehalten habe. Doch diese zwei pisseligen Minuten haben gereicht, dass sich meine Kinder den Pfefferstreuer geschnappt haben, ihn aufdrehten, auskippten, schön mit den Händen auf dem Boden verteilten und: sich die Hände in den Mund steckten.

Was ein Geschrei. Ein Geheule! Die Augen tränten, der Mund feuerrot. Schnell alles abspülen, etwas trinken und: einen Vanille-Joghurt mit Smarties runterlöffeln… Dass ich davon noch zwei hatte, hat mir wirklich den Arsch gerettet. Den Natur-Joghurt wollten sie sich in ihrem Schrei-Wahn nämlich partout nicht reinlöffeln lassen.

Danach war ich fix und fertig. Den Pfeffer hab ich jetzt erstmal weggesperrt!!!

Cytomegalie oder: Von der Unmöglichkeit, nicht den selben Löffel zu benutzen

Es liest sich ja wirklich unheimlich. Cytomegalie: Bis zu 1% aller Schwangeren infizieren sich mit diesem Virus, mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit überträgt es sich auf den Fötus. In den ersten sechs Monaten kann das für das ungeborene Kind lebensgefährlich sein… Horror.

In der letzten Schwangerschaft würd ich monatlich auf Cytomegalie getestet (im Rahmen einer Studie), jetzt kann ich nur noch Vorsorge treffen. Meine Frauenärztin trichtert mir immer wieder ein: Das Virus wird vor allem von Kleinkindern übertragen. Also nicht vom selben Teller essen oder das gleiche Geschirr benutzen.

Aber das ist einfach unmöglich! Essen ist bei uns manchmal ein: ich fütter dich / du fütterst den nächsten / du darfst von mir probieren / wir tauschen den Teller und vor allem: Mutti isst die Reste auf! Es wäre eine krasse Lebensmittelverschwendung, diese strickte Trennung durchzuziehen.

Und was ja noch viel Schlimmer ist: Theoretisch dürfte ich meine Kinder gar nicht mehr schmusen! Kein fröhlicher Begrüssungskuss, wenn ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole. Kein feuchter Schmatzer von meiner Kleinen, bevor es ins Bett geht.

Sorry, darauf kann doch nicht neun Monate lang verzichten!!!

Buhhhhh, ich darf nicht mehr fluchen!!!

Ja, ich kann mich auch ganz gepflegt ausdrücken ( 😉 ) – aber doch nicht in den eigenen vier Wänden!

Da will ich nach Herzenslust fluchen, bashen, Quatsch labern, provozieren und mich (über mich selbst 😉 ) totlachen!!! Viele viele F-, S- und K-Wörter gehören seit Jahr und Tag zu meinem Zuhause-Vokabular…

Aber: Damit muss jetzt Schluss sein, die Kids plappern nun mal alles nach (unsere Kleine hat glaub ich mit eins schon „Scheisse“ gesagt. Nur ein paar mal, aber trotzdem…).

So sehr ich meine Kinder liebe: Diese Fluch-Zensur tut mir richtig weh!!! 😦

Elternabend im Kindergarten: alle nur am meckern

Heute sind fast alle 22 Eltern unserer Kindergartengruppe zusammengekommen. Die Erzieherinnnen hatten es uns eigentlich total nett gemacht – Getränke, Gummibärchen, PowerPoint-Präsi. Und doch wurde von den Eltern nur rumgemault:

Der Pin für den Eingang sei viel zu leicht zu erraten (mega spießige zugeknöpfte Lehrer-Mutti) der Werkraum sei noch nicht fertig (unsympathischer Vater), die Kinder gingen viel zu wenig raus (was stimmt, ist auch mein großer Kritikpunkt, aber der Ton macht die Musik), die Kommunikation zwischen Erzieherinnen und Eltern würde nicht funktionieren (unsympathischer Vater nochmal), zu wenige Ausflüge (anderer Vater), zu unübersichtliches Aussengelände (übervorsichtige Mutti), der Waschraum sei immer nass (schon wieder der unsympathische Vater), motz motz motz.

Eine Mutter wollte sogar täglich darüber informiert werden, wieviel ihr Sohn denn gegessen habe. Und: Woher denn die Kratzer und blauen Flecken kommen… Dabei ist das das Agro-Kind, das mittlerweile jeden schon mal gebissen hat. Hat sich natürlich keiner getraut zu sagen.

Ich will mich nicht über den grünen Klee loben, aber als alle am Ende einfach aufgestanden und gegangen sind, hab ich wenigstens nochmal Danke gesagt.

Ich glaub, die Erzieherinnnen hatten sich das alles etwas anders vorgestellt… 😦

Der Fehler mit der privaten Krankenversicherung

Das Jahr ist gerade mal 25 Tage alt – und 20 davon sind wir nun schon krank. Seitdem wir im Kindergarten sind, kommt eine Vire nach der anderen ins Haus!

Und somit wird mir jeden Tag aufs neue der Fehler vor Augen geführt, den wir vor gut zwei Jahren begangen haben: Mein Freund ist in die private Krankenversicherung gewechselt. Die Kinder automatisch mit. Und damit bekommen wir keinen Cent, wenn ich wegen der Kinder Zuhause bleibe.

Daran hatten wir damals überhaupt nicht gedacht (und unser Versicherungsheini hat natürlich auch nichts erwähnt). Dieser Fehler geht mittlerweile in die Tausende von Euro.

Jetzt hoffen wir förmlich darauf, dass unsere Kinder die schiefsten Zähne der Welt bekommen. Damit sich der Wechsel in die PV doch noch irgendwie rentiert… :-/

Bitterer Moment im Leben einer Mutter

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Wenn man seinen Kindern Nudeln mit Ketchup (!!!) macht!!!

Nach drei Jahren Mutti-Dasein war es heute soweit. Direkt nach der Arbeit nach Hause und nichts, aber auch wirklich gar nichts im Kühlschrank gehabt. Sogar unser Notfall-Pesto war nicht mehr auffindbar.

Hab ich mich mies gefühlt. Aber gut, die Kinder fanden’s natürlich großartig…. :-/

Update, fast zwei Jahre später: Warum in aller Welt hab ich mich damals mies gefühlt? Das wär mir jetzt ja so was von Wumpe!!!

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Männer und Einkaufen

So macht’s die Frau: 30 Grad, sie schiebt den Doppelkinderwagen, an dem hängt rechts die große „Kindertasche“, links die Wickeltasche. Um die Schultern trägt sie noch ihre monsterschwere Arbeitstasche. Sie ist eigentlich schon total fertig, quält sich aber noch in den Supermarkt, um Milch und Bananen zu kaufen. Dann ab nach Hause: Natürlich mit schlechtem Gewissen, denn eigentlich wollte sie noch zur Post, ein Päckchen (für den Mann!) abholen.

So macht’s der Mann: Kommt alleine, geht in den Supermarkt und kauft: zwei Flaschen von seinem Lieblingsbier!!! Und fragt: „Warst du eigentlich bei der Post?“ :-/ :-/ :-/