
Die Leute in der Marketing-Abteilung haben eindeutig KEINE Kinder… unrealistisch hoch zehn 🙄🙄🙄

Die Leute in der Marketing-Abteilung haben eindeutig KEINE Kinder… unrealistisch hoch zehn 🙄🙄🙄
Im Moment gibt es für mich nur ein Thema: Wie soll es hier weitergehen, wenn unser jetziges Au Pair irgendwann wieder geht? Wir haben keine Großeltern in der Nähe, wir arbeiten lange oder Schicht oder auch mal für ein paar Tage im Ausland. Der eine Kindergarten schließt um 17 Uhr, der Platz bei der Tagesmutter ist bis 15.30 Uhr.
How the **** soll man das bitte schaffen?!?! Geht gar nicht!!! In meinen schlimmsten Träumen sehe ich mich schon als Hausmuttchen verkümmern, mich nur noch um den Haushalt kümmern, nie Dankbarkeit erfahren, den Mann abends schlecht gelaunt empfangen,… Studium, Ausland, Volontariat,… alles für die Katz, weil es einfach unmöglich ist, die Kinder vernünftig betreut zu bekommen!!!
In jeder freien Sekunde hänge ich darum am Smartphone – betreut.de, aupairworld, Facebook, watweissich… Auf der Suche nach Nannies, Tagesmüttern etc. Eigentlich wollte ich aus Platzgründen nicht noch ein Au pair Jahr wagen, aber vor lauter Verzweiflung bin ich kurz davor, dem freiwerdenden Zimmer wieder Hasta la Vista zu sagen.
Mit einem Au Pair holst du dir zwar die Katze im Sack aber hast im Idealfall das ‚Rundumsorglospaket‘ – egal wie du arbeitest, das Au Pair ist nur für deine Kids da, kann bringen und abholen, betreut auch bei Krankheit (nur bei leichter, don‘t worry, ganz so Rabenmuddi bin ich auch nicht), hilft auch im Haushalt mit.
Eine Nanny wäre ein Traum – bei meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten aber quasi unmöglich, eine „exklusiv“ zu kriegen. Es sei denn, du legst so viel Geld auf den Tisch, dass du eigentlich auch gleich Zuhause bleiben kannst.
Babysitter ist mir zu unsicher, ich habe eine Woche im Monat Spätdient, sitze im Radio-Studio und kann nicht weg – da brauche ich jemanden, der absolut verlässlich meine Kids abholt und mir nicht zwei Stunden vorher eine Whatsapp schreibt, dass ja morgen eine Matheklausur ansteht und deswegen heute doch nicht geht…
Ich habe so viel Energie damit verballert, eine Betreuung zu finden – und bin immer wieder vom Glauben abgefallen, wie unzuverlässig die Menschen sind. Ein paar traurige Beispiele:
Ein Jahr Au Pair machen wir noch und ich werde berichten!!! Das Thema Nanny ist damit auf Sommer 2019 verschoben 😆
Wenn mich jemand fragt, was am Mama-Sein am meisten an den Nerven zerrt, ist es das: Die ständige Abrufbarkeit. Nicht nur bedingt durch die Kids selbst, die alle gleichzeitig nach dir rufen, unbedingt gerade JETZT einen (angesabberten) Luftballon aufgepustet bekommen möchten, egal ob du gerade mit Wickeln oder anderen deutlich zeitkritischeren Dingen beschäftigt ist…
Es geht vielmehr darum, dass man auch für das ganze Drumherum ständig im Standby-Modus stehen muss. Die Kids machen morgens Drama beim Anziehen, wer wird angerufen? Die Muddi (die gerade beim Frühdienst im Großraumbüro sitzt)! Einer kotzt, muss vom Kindergarten abgeholt werden, welche Nummer wird als erstes gewählt? Richtig! Mit Kindern musst man sein Handy im Grunde permanent im Blick haben und irgendwie immer auf dem Sprung sein (abgesehen von den 100 Orga-Whatsapp, die man jeden Tag aufs Neue schreiben muss…).
Ich habe letztens mit einer sehr coolen Kollegin darüber gesprochen (2fach Mama, sie und ihr Mann arbeiten beide voll) und sie meinte: „Ich gehe einfach nicht mehr ans Telefon. Allen, die meine Kinder betreuen, sage ich: Ruft mich nur an, wenn ihr ins Krankenhaus müsst. Alles andere will ich nicht wissen!“ 😆
Als ich letztens sah, wie meine 1 1/2 jährige Tochter den Abflussgulli aus dem Waschbecken nahm und genüsslich abschleckte (uaaaaahhhhh) ist mir wieder diese herrliche Top 3 eingefallen. Schon seit Ewigkeiten geschrieben, aber aus Angst, bei Euch Würgreize auszulösen, noch nicht veröffentlicht…. jetzt ist es aber mal an der Zeit! 😉
Also: Achtung, es wird gruselig, Ihr werdet „Iiiiiiiihhhhh!!! Wie wiiiiiiderlich!!!“ schreien und Euch vielleicht nicht trauen, weiterzulesen….
Platz 3: In der hintersten Ecke Deines Kühlschranks findest du etwas, an das zu dich schon gar nicht mehr erinnern kannst. Eine Portion Nudeln! Vor Unzeiten gekocht, aufbewahrt, vergessen und natürlich mega vergammelt. Sofort schmeißt Du sie weg. Nur: Dein kleines Kind holt es nach kurzer Zeit aus dem Mülleimer wieder raus. Grüne Nudeln? Geil! Pesto!!!! Und ab in den Mund damit. Bäääähhhh!
Platz 2: Eigentlich ein Kardinalsfehler mit kleinen Kindern im Haus: Die Klobürste NEBEN das Klo zu stellen. Und so passierte bei Verwandten von uns, was sich kein Erwachsener vorzustellen vermag: Dreijährige Tochter schnabbt sich die Klobürste und TRINKT das dazugehörige Klobürsten-Wasser. Oh mein Gott!!! (Und das krasse: unbeschadet überstanden…)
Platz 1 (diese Geschichte scheinen vor allem Männer irgendwie gar nicht auszuhalten): Eine Freundin von mir macht Pediküre. Sie hobelt sich dabei die Hornhaut ab, die sich nun auf dem Badezimmerboden befindet. Tja… und dann kommt ihr zweijähriger Sohn und denkt: „Ooooooooohhhhh, Puderzucker!!!“ Und naja, Ihr wisst schon… Enjoy your meal!!!! 😫😫😫
(Na, lebt Ihr noch?)
Das ist jedes Mal wieder so nervig: Wenn dein Kind krank wird und du deinem Chef sagen musst: „Sorry, ich kann heute nicht kommen!“
Ich habe eine sehr gute Freundin, die traut sich das schon gar nicht mehr. Weil ihr Chef sonst ausrastet. Also sagt sie ihm im Kinder-Krankheitsfall, sie mache „Home Office“ (mit krankem Kleindkind zuhause = Horror). Wenn der Chef anruft, wird ihr kleiner Sohn erst mal zwei Zimmer weiter vor die Glotze gesetzt und eingeschlossen, damit auch keiner merkt, dass da noch der kleine hustende Wurm zu Hause ist. Schlimm, oder?
Wenn Kinder krank sind, ist es eine „Lose Lose Lose“-Situation. Dem Kind geht es schlecht, die Mama (oder der Papa) hat ein schlechtes Gewissen dem Chef gegenüber und der Chef selbst ist natürlich auch nicht amused. Vor allem, weil kleine Kinder bekanntlich häufig kränkeln.
Nur: Es ist nun mal einfach nicht zu ändern! Wenn ein Kind 40 Grad Fieber hat, kannst du es nicht einfach mit Fiebersaft pimpen und in den Kindergarten schieben. Und wenn dein Kind eine Bindehautentzündung hat, bist du automatisch raus. Ich kenne Geschichten, da haben sich Chef und Mitarbeiter wirklich das Maul über eine Mutter zerrissen, weil sie eben wegen einer Bindehautentzündung ihres Kindes zuhause bleiben musste. Sie dachten, das wäre alles ein Fake… schön wär‘s!
Ich hatte letztens ein kleine „Projekt“ – angesetzt auf vier Tage. Vier pisselige Tage, das sollte man doch hinbekommen, ohne dass da jemand krank wird, oder?!? Haha. Denkste. In genau diesen Tagen war a) mein Mann auf Dienstreise, b) unser Au Pair krank und c) bekam meine kleine Tochter hohes Fieber. Also worst case Szenario, so dass ich tatsächlich um 3 Uhr nachts meiner Chefin eine Whatsapp schreiben musste: „1000x Sorry, hier bricht gerade alles zusammen, ich kann nicht kommen!“
Sie schrieb morgens zurück, dass ich mir keine Sorgen machen soll. Sie würden das schon hinkriegen.
Unfassbar, was mir da für ein Stein vom Herzen gefallen ist. Ich fand das einfach so nett und befreiend und mir war klar: Was ist schlimmer als Mama zu sein und ein krankes Kind zu haben? Ein Arschloch-Chef oben drauf.
Habe neulich eine Bekannte im Bus getroffen. Sie war immer ganz gut im Business, jetzt schob sie einen Kinderwagen. Elternzeit? Zwei Jahre. Und danach?
„Bloß nichts mit Anspruch. Ich habe jetzt meine Hauptaufgabe zuhause.“
Oh Mann…. 😩
Ich musste so lachen, als ich mich letztens mit einer Frau im ICE unterhalten habe: Kathrin aus Bad Nauheim, etwa Mitte 40, keine eigenen Kinder, total nett. In der Weihnachtszeit wollte sie bedürftigen Kindern etwas Gutes tun und hatte sich darum zwei Wunsch-Zettel der so genannten „Wunschbäume“ mitgenommen (dort können Kinder aus ärmeren Familien eben ihre Wünsche draufschreiben).
Eines der Kids, offensichtlich ein Mädel, hatte sich einen Block von TOPModel gewünscht. Das kannte Kathrin (zum Glück noch) nicht, ging also (noch frohen Mutes) in ein Schreibwarengeschäft und fiel fast vom Glauben ab. Was das für ein Schwachsinn sei, sagte sie – und ich stimme ihr da absolut zu!
Was sind das für schlimme Gesichter! Ein Mix aus operiertem Alien, Katze und Pornostar! So ekelhaft künstlich, dass ich einfach nur hoffe, dass meine Mädels niemals Gefallen daran finden werden. Jetzt mal ehrlich: Nur die am ekelhaftesten operierten Freaks sehen so aus. Wer zum Henker hat sich diese Figuren ausgedacht?!?
5 Minuten aufgebaut: Tischdecke, Wassergläser, Tuschkästen, Papier, Pinsel.
3 Minuten diskutiert, warum es (verdammt noch mal!) wichtig ist, eine Schürze anzuziehen.
3 Minuten die Farben so aufgeteilt, dass jeder gleich viele und seine Lieblingsfarbe hat und nicht mehr brüllt.
12 Minuten den Kindern beseelt beim Tuschen zugeguckt
3 Minuten rumgemeckert, warum nach 12 Minuten hier keiner mehr Bock aufs Tuschen hat!!!
7 Minuten alles weggeräumt, Pinsel, Gläser, Tuschkasten sauber gemacht, Bilder zum Trocknen weggelegt
14 Minuten auf dem Boden rumgerobbt, um Farbspritzer auf Boden, Wand und Kinderstuhl wegzuwischen
20 Minuten über diese miese Tusch-Bilanz nachgedacht…. 😉
Ich zu meinem Sohn (5): „Jetzt hör mal auf, mich die ganze Zeit rumzukommandieren. Du bist hier nicht der Chef!“
Meine Tochter (3): „Papa ist hier der Chef.“
Ich: „Wiebitte?!? Nix da! Papa ist überhaupt nicht da!!! Wer macht denn hier gerade alles? Wer spielt mir Euch, holt Essen und Trinken usw?!? ICH!!! Also ICH bin hier der Chef!“
Sie: „Nein. Du bist eine Mama.“
Arrrrrrggggggggggg!!!! 😤😤😤
Nach 100 Jahren melde ich mich mal wieder – und dann auch noch mit so einem gruseligen Anlass. Wir waren heute am Goetheturm, meinem eigentlichen Lieblingsplatz mit Kindern. Wieviele Male standen wir schon dort oben und haben Selfies gemacht (mein Titelbild stammt auch von dort), jeden Besuch haben wir da hochgejagt, haben von ihm runtergewunken, mit ihm vor der Nase Kuchen gegessen, selbst von zuhause konnten wir seine Spitze sehen…. und nun existieren nur noch vier verkohlte Füße. Die Woche hat ihn wohl irgendjemand angezündet. Was ein Jammer!
Bin auch schwer dafür, dass er wieder aufgebaut wird. Und meine Tochter hat auch schon einen Design-Vorschlag: „Blau. Mit Glitzer drauf.“ 😄
Ist schon so ein bisschen Kamikaze, mit Kinderwagen auf der Rolltreppe (vor allem mit drei Rädern!), aber: In Frankfurt hast du keine andere Wahl. Die Aufzüge sind kaputt, oder am Hintern der Welt oder schlicht und einfach nicht vorhanden!
Es gibt so viele S- (Lokalbahnhof) und U-Bahnstationen (Schweizer Straße), wo offensichtlich nicht an Kinderwägen, Rollstuhlfahrer etc. gedacht wurde. Manchmal gibt’s noch nicht mal eine Rolltreppe in deine Fahrtrichtung, so dass einem nur die Bettelei („Entschuldigung, hätten Sie Lust, sich so richtig schön den Rücken kaputt zu machen und mir zu helfen, den Kinderwagen runterzuschleppen?“) oder Latscherei bleibt.
Heute war ich mal wieder in der City (Hauptwache) und habe einfach keinen Aufzug gefunden! Also: Wenn man als Muddi noch raus und was erleben will: Kamikaze 😈😈😈😈😈😈